Werratalschule Heringen

Werratalschule verteidigt Gütesiegel

- Erneute Auszeichnung der Schule für vorbildliche Berufs- und Studienorientierung -

 Kürzlich wurde die Werratalschule Heringen zum dritten Mal mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ ausgezeichnet. Dieses Zertifikat bescheinigt der Schule, dass sie ihre Schüler und Schülerinnen hervorragend in diesem für sie so wichtigen Bereich betreut. Die einzelnen Maßnahmen erstrecken sich vom individuellen Prozess der Berufsorientierung und -beratung über die Kompetenzfeststellung sowie vielerlei praktische Erfahrungen bis hin zum Bewerbungstraining. Dabei werden auch in besonderem Maße außerschulische Kooperationspartner mit eingebunden. Die Werratalschule erhielt 2014 zum ersten Mal dieses Gütesiegel. Regelmäßig müssen sich die so ausgezeichneten Schulen jedoch im Prozess einer sogenannten Rezertifizierung den strengen Qualitätskontrollen durch die Jury des Gütesiegelbüros stellen. Das gelang der Schule im Jahr 2017 und nun zum zweiten Mal.

Bereits zu Beginn des vorigen Schuljahres bewarb sich die Schule um diese zweite Rezertifizierung. Katja Semmelroth, Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung im Gymnasialzweig und der gymnasialen Oberstufe, stellte im Vorfeld umfangreiche Bewerbungsunterlagen zusammen und übermittelte sie an das Gütesiegelbüro. Nachdem die Schule daraufhin zum sogenannten Audit, also der Qualitätsprüfung, zugelassen wurde, organisierte sie den aufwendigen Prozess an der Schule. Dabei wurde sie unterstützt von ihrer Kollegin Karina Götzschel, der Koordinatorin für den Haupt- und Realschulzweig, sowie von Schulleiter Christoph Peters, selbst viele Jahre in diesem wichtigen Bereich der Schule tätig.

Mehrfach wurde der Audit-Termin Corona-bedingt verschoben und fand schließlich in digitaler Form statt. „Das stellte zwar eine besondere Herausforderung dar, funktionierte aber reibungslos“, berichtet Semmelroth erfreut. In Videokonferenzen interviewten die Auditoren Schülergruppen der Abgangsklassen des Haupt- und Realschulbereichs sowie mehrere Oberstufenschüler, die im Jahr 2022 ihr Abitur ablegen werden. Sie konnten in diesen Interviews ihren eigenen Berufsorientierungsprozess reflektieren und dabei erkennen, wie die Schule sie dabei durchgängig gefördert und unterstützt hat. Außerdem führten die Auditoren telefonische Interviews mit einer Auswahl von externen Kooperationspartnern der Schule (Bundesagentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaft, K+S) sowie mit Vertretern der Elternschaft durch und tauschten sich in weiteren Videokonferenzen mit Semmelroth, Götzschel, weiteren für Berufsorientierung verantwortlichen Lehrkräften und Schulleiter Peters aus.

Im sogenannten Auditprotokoll, auf dessen Grundlage die Jury die Rezertifizierung beschloss, wird der Werratalschule eine „herausragend gelebte Berufsorientierung durchgängig in allen Jahrgansstufen“ bescheinigt. Hervorgehoben werden die guten schulischen Angebote, die lebendige Kooperation mit externen Partnern, das große Engagement der zuständigen Kolleginnen und die exzellente Orientierung der Schule im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), die nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit mit K+S zurückgeht.

Wenn auch dieses Jahr keine feierliche Zeremonie der Gütesiegelverleihung stattfinden kann, freut sich Schulleiter Christoph Peters - hier abgebildet mit einigen beteiligten Jugendlichen aus der Oberstufe (von links: Alexander Macheledt, Lena Diel, Timon Ruckel, Louisa Kelmendi) sowie den beiden Koordinatorinnen, Karina Götzschel (vorne) und Katja Semmelroth (hinten) - sich sehr über den Erfolg und sieht darin eine große Motivation, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. (Fin)

Mit Mut zum Sieg

- Werratalschülerinnen erzielen Erfolg in hessischem Schreibwettbewerb -

 Welche Schülerinnen können schon von sich behaupten, dass ein von ihnen verfasster Text in einem „richtigen“ Buch veröffentlicht wurde? Jasmina Schirmer (Klasse 6G1) und Ida Kallenbach (Klasse 7G2) von der Werratalschule Heringen können das seit Kurzem tun. Sie nahmen im Herbst mit ihren Klassen am Schreibwettbewerb teil, der jährlich hessenweit von der Stiftung Handschrift und unter der Schirmherrschaft des hessischen Kultusministeriums für den 6. und 7. Jahrgang ausgeschrieben wird. Die Stiftung verfolgt das Ziel, Jugendliche für das Schreiben mit der Hand zu begeistern und ihnen damit Möglichkeiten der Identitätsfindung zu eröffnen, die ihnen heute vielleicht nicht mehr unbedingt nahe liegen.

Jedes Jahr steht der Wettbewerb unter einem anderen thematischen Motto. Dieses Jahr galt es, einen ganz persönlichen Brief zum Thema „Mut“ zu schreiben. An reale oder fiktive Adressaten gerichtet, konnte man - im Rahmen einer Schulstunde und ohne jegliche Hilfsmittel - auf maximal zwei Seiten seine Erfahrungen, Wünsche, Hoffnungen zu diesem Thema darlegen und sie in die Form eines Briefes gießen.

Bereits im Februar erfuhr Deutschlehrerin Carola Finke, dass ihre beiden Schülerinnen Jasmina und Ida zu den 100 Prämierten von immerhin 7500 Einsendungen aus 150 hessischen Schulen gehören. Bei der digitalen Preisverleihungsfeier, die aus Anlass des Tages der Handschrift am 26. März 2021 stattfand, erfuhr man, dass alle eingesendeten Briefe von je vier und die Briefe der Endauswahl sogar von je 16 Jurymitgliedern gesichtet worden waren. Raoul Kröhl, Geschäftsführer der Stiftung Handschrift, fasste die beeindruckenden Ergebnisse treffend zusammen: „Stift und Papier eröffnen eine Seelenwelt.“ Spannung kam am Ende der Feier auf, als alle 100 Geehrten namentlich vorgetragen wurden, und zwar unter Nennung ihrer Schulen. Da diese alphabetisch geordnet waren, kam die Werratalschule Heringen als letzte dran und Ida und Jasmina bildeten den Abschluss des Reigens.

Kürzlich erhielt die Schule ein Paket, dessen Inhalt nun - nach Ende des Distanzunterrichts - endlich an Ida Kallenbach (rechts) und Jasmina Schirmer (links) überreicht werden konnte. Da die beiden „Nachwuchsautorinnen“ zunächst an verschiedenen Wochentagen im Wechselmodell in die Schule zurückkehrten, wurden sie einzeln und deshalb ohne Maske fotografiert. Jede erhielt eine Teilnahmeurkunde und ein Buch, in dem alle 100 ausgezeichneten Briefe veröffentlicht sind. Dass dazu auch ihr eigener Brief gehört, darauf dürfen die beiden mit Recht stolz sein. (Fin)

Mathe-Profis an der Werratalschule

Aus der ersten Runde des hessenweiten Mathematikwettbewerbs der 8. Klassen gingen an der Werratalschule Heringen Julian Lanz und Noel Wenig (Gymnasialzweig; vorne von links 1. und 5.), Timm Schnell und Alexandra Nabitz (Hauptschulzweig; vorne von links 2. und 3.) und Samira Sieling (Realschulzweig; vorne von links 4.) als jeweils Beste hervor. Sie qualifizierten sich damit für die nächste Runde dieses traditionellen mathematischen Kräftemessens, nämlich auf der Ebene des Landkreises.

Anfang März fand der besagte Kreisentscheid an den jeweiligen Schulen statt - natürlich unter Einhaltung der allseits bekannten Hygienevorschriften. Nachdem die Schulsieger*innen, die extra aus dem Distanzunterricht „angereist“ waren, sich ordentlich ins Zeug gelegt hatten und auch diese anspruchsvollere Hürde des Wettbewerbs genommen hatten, versammelten sie sich noch für ein Foto mit ihren Mathematiklehrkräften. Diese hatten natürlich an diesem Tag ordentlich die Daumen gedrückt.

Schulleiter Christoph Peters (hintere Reihe 3. von links) und Lisa Reitermayer, Fachsprecherin für Mathematik (hinten 2. von links), sowie die Mathematiklehrkräfte Lena Köhler und Markus Linß (1. und 4. von links) sprachen ihre Glückwünsche aus und überreichten Urkunden des Landes Hessen. Nun bleibt es abzuwarten, ob sich die Werratalschule auch über einen Sieg auf Kreisebene freuen kann. Wie auch immer dieser Entscheid ausgeht, die diesjährigen Schulsieger*innen dürfen auf ihren Erfolg allemal stolz sein. (Fin)

Mehr als nur Pommes…

- Werratalschüler werden Zweite in hessischem Chemiewettbewerb -

 Dass man aus Kartoffeln mehr als nur Pommes herstellen kann, dürfte hinlänglich bekannt sein, dass man aber sogar eine Alternative für Kunststofffolie aus ihnen entwickeln kann, das fanden die Schüler Bastian Deringer, Elijah Kaiser, Tim Möller, Justin Oehling und Yannic Trott der Werratalschule Heringen heraus. Mit ihren Forschungsarbeiten errangen sie sogar den zweiten Platz im hessenweiten Wettbewerb „Chemie - mach mit!“. In der 37. Runde dieses Wettbewerbs, der federführend vom Institut für Didaktik der Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium durchgeführt wird, war dieses Mal die „tolle Knolle“ Kartoffel als Forschungsobjekt vorgegeben.

So hatten auch die fünf Neuntklässler der Werratalschule im letzten, also ihrem achten Schuljahr mehrere Monate Experimente im sogenannten Science Club unter der Leitung von Chemielehrerin Miriam Strube durchgeführt. Aufgeteilt in zwei Teams wiesen sie Stärke in einer Kartoffel nach, verfolgten die Frage, wie man Kartoffelbrei mit Haushaltssäuren haltbar machen kann und entwickelten Sauerstoffgas mit Hilfe eines versteckten Enzyms aus der Kartoffel. Ein besonderes Highlight war die eigene Herstellung einer Folie aus Kartoffelstärke als biologisch abbaubare Alternative zu Kunststofffolien. Diese wurde erfolgreich auf Herz und Nieren getestet, um zu überprüfen, ob sie mit den praktischen Eigenschaften einer Kunststofffolie mithalten kann. Natürlich mussten die Versuchsreihen auch dokumentiert und Erklärungen für die beobachteten Phänomene entwickelt werden. Die dafür notwenigen schriftlichen Ausarbeitungen stellten die jungen Naturwissenschaftler zu Hause fertig und reichten sie schließlich bei der Jury ein.

Groß war natürlich bei ihnen wie auch bei Miriam Strube die Freude, als sie erfuhren, dass sie hessenweit auf den zweiten Platz gekommen waren. Die feierliche Preisverleihung - mit Urkunden und großzügigen Gutscheinen - fand dann leider pandemiebedingt online und erst viel später im Folgeschuljahr statt.

Der Science Club, eine nachmittägliche Arbeitsgemeinschaft, die sich thematisch an den jeweiligen Neigungen der naturwissenschaftlich interessierten Mitglieder aus dem 8. und 9. Jahrgangs orientiert, rundet das sogenannte MINT-Konzept der Werratalschule ab. Er stellt gewissermaßen ein Bindeglied dar zwischen den Forscherklassen (5. - 7. Jahrgang) und der Ausbildung zu Chemisch-Technischen Assistenten, die man in der Oberstufe parallel zum Erwerb des Abiturs absolvieren kann.

Der Erfolg der fünf jungen Mitglieder des Science Clubs dürfte auch die Motivation ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen erhöht haben, sich naturwissenschaftlich zu engagieren. (Fin)

 

Die Fotocollage zeigt in der oberen Reihe von links Bastian Deringer, Elijah Kaiser und Tim Möller sowie in der unteren von links Justin Oehling und Yannic Trott.