Werratalschule Heringen

Kunstkalender 2021

Der Kunstkalender 2021 ist fertig und kann ab sofort für 5 Euro im Sekretariat erworben werden.

Er zeigt gelungene Arbeiten der jetzigen Klassen: 8R, 10R, 8G, 9G, E und Q1. Ein toller Begleiter durch das kommende Jahr und ein schönes Geschenk.

Happy End? - Fehlanzeige!

- Autorin Antje Wagner zu Besuch an der Werratalschule Heringen -

In dieser Corona-bedingt recht entbehrungsreichen Zeit ist die Werratalschule dankbar, dass die Tradition vorweihnachtlicher Autorenlesungen für den 6. Jahrgang dieses Jahr - wenn auch für mehrere kleinere Gruppen und mit Masken bei allen Beteiligten - wieder möglich war. Autorin Antje Wagner zeigte sich ebenfalls hoch erfreut, dass sie nach vielen Absagen von Schulen während des Jahres 2020 im Rahmen der 24. Osthessischen Jugendbuchwoche nach Heringen kommen konnte.

 

Sie vermittelte ihrer jungen Zuhörerschaft eine ganz besondere Begegnung mit Literatur, als sie ihren Roman „Unland“ vorstellte. Zunächst erklärte sie, dass es nicht leicht war, einen Jugendbuchverlag zu finden, der einen Thriller druckt, und warnte: „Achtung! Wenn ihr ein Happy End wollt, lasst die Finger weg von diesem Buch!“ Damit erzeugte sie ein Höchstmaß an Neugierde bei den Jugendlichen, bevor sie überhaupt den ersten Satz gelesen hatte. Anschließend verfolgten sie gespannt mit, wie eine der Hauptfiguren des Romans ihre Ankunft in einem Heim für Jugendliche in einem gottverlassenen Dorf in der sachsen-anhaltinischen Pampa erlebt.

Hatte Antje Wagner mit ihrem jugendnahen Schreib- und Vortragsstil bereits den Nerv ihrer Zuhörerschaft getroffen, konnte sie deren Interesse noch dadurch steigern, dass sie nach dem ersten Teil ihrer Lesung die autobiographischen Züge des Thrillers aufdeckte. Auch sie wuchs in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt auf, in dem es solch ein Heim gab, und verbrachte mit vielen dieser so genannten Heimkinder ganz selbstverständlich ihre Schulzeit. In ihrem Roman verarbeitet sie deren Geschichten, macht sie aber durch allerlei schriftstellerische „Tricks“ unkenntlich, um niemanden zu entblößen oder verwundbar zu machen. Im zweiten Teil der Lesung ließ Wagner ihre Zuhörer zusammen mit der Hauptfigur viele Fragen zu „Unland“ stellen, nämlich den schwarzen Ruinen, die in unmittelbarer Nähe des Heims von einem Elektrozaun abgeschirmt sind. Während sie gestenreich und lebendig von einem folgenreichen Stromausfall las, hätte man hören können, wie die sprichwörtliche Stecknadel zu Boden fällt. Dass Wagner mit Maske las, merkte man schon längst nicht mehr.

Abschließend prophezeite sie, dass alles, was man sich im Laufe der Lektüre ihres Romans erschlossen habe, am Schluss „kippe“ und man ihn sofort noch einmal lesen wolle, um die Spuren zu erkennen, die man beim ersten Mal übersehen habe. Sofort begannen die Werratalschüler lebhaft, ihre Hypothesen auszutauschen. Dass sie sich das Buch ausleihen oder kaufen und gleich mit dem Lesen anfangen würden, stand längst außer Frage. (Fin)

Umbau des Theaterfundus zum Tontechnikraum

Nach nun 3 Wochen harter Arbeit wurde aus unserem ältesten Raum der Schule, ein auf die Bedürfnisse der Technik abgestimmter Lagerraum für unsere Tontechnik. Dafür waren wir, die Tontechniker der WTS (Max Schneider, Elijah Kaiser, Pascal Völker und Alexander Macheledt) die letzten 3 Wochen täglich von 7:00 – 19.00 Uhr (auch samstags) mit dem Umbau beschäftigt. Die ersten 2 Tage begannen erst einmal mit dem kompletten Ausräumen des Theaterfundus, wobei auch so mancher Schrank sehr unter den Folgen des Vorschlaghammers zu Leiden hatte. Weiter ging es dann mit dem Verspachteln, wobei zwei Wände komplett neu verspachtelt werden mussten. Gleichzeitig wurde begonnen, aus den verschonten Überresten der Schränke Stativhalterungen zu bauen. In der zweiten Woche ging es nun ans Streichen der Wände und der Decke mit weißer Farbe, wobei so mancher von uns am Ende einem Schneemann ähnelte. Um genug Stauraum für die schon vorhandene und die kürzlich neu bestellte Technik zu bekommen, erhielten wir 4 Schwerlastregale vom Hausmeister. Als letztes wurden noch eine Laptophalterung, ein Bildschirm und ein Lautsprecher an der Wand montiert, um die neue Lichttechnik per 3D-Animation auf bestimmte Lieder exakt programmieren zu können. Frau Kröhl zeichnete uns zum Abschluss noch unser Logo an die Wand, wofür wir uns nochmal recht herzlich bedanken wollen.

5. Jahrgang feierlich an der Werratalschule in Empfang genommen

Am Montag, dem 17. August, wurden an der Werratalschule 65 neue Fünftklässler*innen herzlich empfangen. Sicher waren diese jüngsten Mitglieder der Schulgemeinde ähnlich aufgeregt wie Generationen von Neuanfängern vor ihnen. Die ungewöhnlichen Umstände werden wohl eher ihren Eltern aufgefallen sein, die bereits Einschulungsfeiern für ältere Geschwister an der Werratalschule miterlebt haben oder womöglich selbst einmal als Neue an der WTS aufgenommen wurden.

Aus hinreichend bekannten Gründen musste dieses Jahr auf eine große Empfangsfeier verzichtet werden. Stattdessen wurden die neuen Klassen nacheinander - gewissermaßen im „Schichtbetrieb“ - in der Großsporthalle begrüßt. Jedes aufzunehmende Kind durfte bis zu zwei Angehörige mitbringen, die alle - natürlich mit Mundschutz - gut verteilt auf den Zuschauerrängen saßen. Leider fiel auch das traditionell vom 6. Jahrgang gestaltete bunte Unterhaltungsprogramm aus, aber einige dieser Kinder hatten ihre neuen Mitschüler*innen bereits in einem fröhlichen Video begrüßt, das schon während der Sommerferien auf der Homepage der Schule verfügbar war. Auch die neuen Klassenlehrkräfte hatten sich darin ihren künftigen Schützlingen bereits vorgestellt.

Und herzlich war natürlich auch der diesjährige Empfang.

Gleich zu Beginn brach Schulleiter Christoph Peters das Eis, indem er feststellte, dass er und die 5er etwas gemeinsam haben: „Für euch ist es der erste Schultag als Schüler und Schülerinnen an der WTS. Für mich ist es hier der erste Schultag als Schulleiter. Wir sind also die Neuen und müssen deshalb ganz besonders zusammenhalten.“ Auch stellte er den ebenfalls neuen Stellvertreter Lutz Schaub vor. Er strich die Besonderheit der Schule heraus, die nämlich Förderstufe, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und gymnasiale Oberstufe unter einem Dach vereint und deshalb besonders viele Möglichkeiten bietet. Er erläuterte das Leitbild der Schule, „Gemeinschaft leben, Persönlichkeit stärken, Zukunft gestalten“, und nannte dessen wichtigste Ziele, nämlich die Kinder zu fördern, aber auch zu fordern und sie damit fit für die Zukunft zu machen. Nicht minder wichtig sei allerdings auch die Freude am Lernen. Er warb für einen offenen Umgang miteinander und sprach schließlich auch das allgegenwärtige Thema „Corona“ an. In diesem Zusammenhang versicherte er, dass sich die Schule gewissenhaft auf diese Herausforderung vorbereitet habe und fasste zusammen: „ Wir gehen zwar mit der gebotenen Vorsicht, aber auch mit viel Freude in dieses neue Schuljahr.“ Schließlich zitierte er Wilhelm von Humboldt mit den Worten „Man kann viel, wenn man sich nur recht viel zutraut“ und gab den Neuen den Ratschlag mit auf den Weg: „Traut euch viel zu und fragt viel. Es gibt keine dummen Fragen. Dumm ist nur, wenn man Fragen, die man hat, nicht stellt!“

Michael Rüppel, der Vorsitzende des Schulelternbeirats, griff in seiner Begrüßung auf den von Wilhelm Busch geschaffenen Lehrer Lämpel zurück: „Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss.“ Und Carmen Brandes, die Vorsitzende des Schulfördervereins, stellte Arbeit und Errungenschaften des Schulvereins vor, warb ebenfalls dafür „mitzumachen“ und erläuterte das Willkommensgeschenk des Vereins, nämlich einen praktischen Planer für das ganze Schuljahr. Sie lobte das familiäre Umfeld der Schule und wünschte ebenfalls alles Gute zum Schulanfang.

Karina Götzschel, die Stufenleiterin für die Jahrgänge 5/6, erläuterte schließlich den Ablauf der ersten Schultage an der WTS und auch darüber hinausgehendes Organisatorisches.

War bei bisherigen Empfangsfeiern noch unklar, wer mit wem in eine Klasse kommt, so war diese für die Kinder doch sehr spannende Frage bereits im Vorfeld geklärt, da man ja nach Klassen getrennt zur Begrüßung eingeladen war. Somit endete jede der kleinen, aber feierlichen Zeremonien damit, dass die Kinder mit ihrer neuen Klassenlehrkraft den Klassenraum aufsuchten, um dort den ersten Schultag an der WTS abzuschließen.

Insgesamt bestand Zuversicht, dass sich die Neuen schnell einleben und an der Werratalschule wohlfühlen werden. Dabei verspricht die gesamte Schulgemeinde behilflich zu sein. (Fin)

 

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