Werratalschule Heringen

Traditionelle Schulweihnachtsfeier der Werratalschule Heringen

Seit bald dreißig Jahren versammelt sich am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien die gesamte Schulgemeinde der Werratalschule Heringen in der evangelischen Kirche zu einer gemeinsamen morgendlichen Feier. Verschiedene Klassen oder musikalische Gruppen setzen sich mit ihren Gedichten, Liedern oder Sketchen mal locker-heiter, mal ernsthaft-kritisch mit dem eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes oder unserem heutigen Umgang damit auseinander.

Im musischen Bereich erstreckte sich dieses Jahr die Palette von feierlich vorgetragenen, weihnachtlichen Instrumentalstücken von Schulorchester und Bläserklasse unter der Leitung von Andrea Baaske bis hin zu einer von den Klassen 8G1 und 8G2 aufgepeppten Version von „Stille Nacht“ auf die Melodie eines bekannten modernen Hits. Die Spanischkurse der Schule präsentierten ein fetziges spanisches Weihnachtslied und Abiturientin Lena Becker (Gesang) und ihr Mitschüler Maximilian Branz (Klavier) beeindruckten mit „Ho ho ho“ von Sia. Auch die Lehrkräfte waren wieder mit von der Partie. So sorgten Grit Korngiebel (Gesang) und Kathrin Mosebach (Klavier und Gesang) mit einem Weihnachtsklassiker von R. Zuckowski und schließlich der Lehrerchor unter Leitung von Karola Herrmann mit zwei flotten Liedbeiträgen wie üblich für Begeisterung beim Publikum.

Zu den Wortbeiträgen gehörten selbst verfasste Weihnachtselfchen der Klasse 6F2 sowie ein humorvoller Sketch der Klasse 5G2 zum Thema „Weihnachtsbaum“. Klasse 5G1 hatte Weihnachtsbräuche aus aller Welt zusammengetragen und präsentierte sie gekonnt wie YouTube-Videos. Mit einem Augenzwinkern erzählte Klasse 6G2 in Udo Lindenbergs Worten die Weihnachtsgeschichte, nicht ohne einen kritischen Schlusspunkt zu setzen. Auch Klasse 6G1 vermittelte mit ihrem szenisch umgesetzten „Märchen von der geschenkten Zeit“ eine kritische Lektion.

Den eingangs von Schulleiter Michael Arendt ausgesprochenen Appell, sich angesichts der Katastrophen in dieser Welt „einzumischen“, statt gleichgültig zu sein, griff Pfarrer Torsten Waap in seinen nachdenklichen Abschlussworten auf, indem er aufforderte - im Sinne der weihnachtlichen Botschaft - zu handeln, statt nur zuzuschauen und zu schweigen.

Die Feier klang schließlich traditionell mit einem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied aus. (Fin)

30 Jahre Mauerfall – sich der eigenen Geschichte bewusstwerden

Nachdem am 9. November 1989 die Friedliche Revolution gesiegt hatte und die Mauer in Berlin gefallen war, öffneten sich auch nach und nach die anderen Grenzübergänge. Die letzten sichtbaren Barrieren wurden beseitigt: am 25.11.1989 auch zwischen Dankmarshausen und Leimbach. Anlässlich dieses Jahrestagestrafen sich Schülerinnen und Schüler der Werratalschule Heringen und der Eichelbergschule Berka/ Werra zu einem gemeinsamen Projekttag. Im Mittelpunkt des Tages standen Gespräche mit „Zeitzeugen“, die Grenze und Grenzöffnung unmittelbar miterlebt haben.

Hören Sie gespannt...

Ohne Angst zum Sieg!

- Werratalschule Heringen ermittelte Siegerin im traditionellen Vorlesewettbewerb -

Die Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen an der Heringer Werratalschule heißt Fiona Moldenhauer. Doch im Gegensatz zum Titel des Romans „Raum 213 – arglose Angst“ (von Amy Crossing), aus dem Fiona eine Passage vorlas, zeigte sie keine Angst. Im Gegenteil, sie überzeugte die Jury mit ihrem ausdrucksstarken Vortrag, in dem sie allerlei gruselige Vorkommnisse an einer US-amerikanischen Highschool lebendig werden ließ. Schon in der ersten Runde des traditionellen Vorlesewettbewerbs im 6. Jahrgang, nämlich im klasseninternen Entscheid, hatten alle Kinder ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Nachdem nun Fiona sowie die anderen Klassensieger und –siegerinnen im Schulentscheid zunächst aus dem Buch ihrer Wahl vorgelesen hatten, lagen in einem zweiten Durchgang die Hürden noch höher. Nun galt es schließlich, aus einem ihnen bis dahin unbekannten Roman vorzulesen. Hier bewies Fiona aus Klasse 6G1, dass sie nicht nur ihren vorbereiteten Romanausschnitt souverän beherrschte, sondern einen fremden Text ebenso überzeugend und einfühlsam vortragen konnte. Die Jury, bestehend aus vier Deutschlehrkräften sowie Carmen Brandes vom Schulverein und Can-Lukas Güler, dem Schulsieger des Vorjahres, hatte es allerdings nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen, handelte es sich doch bei den Kandidaten um ähnlich geübte Leser und Leserinnen. Für ein besonders hohes Leseniveau spricht sicher die Tatsache, dass die Jury in ihrer „Entscheidungsnot“ spontan sogar eine kurze weitere Runde mit dem sogenannten „Fremdtext“ durchführte. Hierfür hatten sich Lia Christ, Sara Baraiac und Fiona Moldenhauer qualifiziert, die schließlich als Siegerin hervorging. Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung, bei der alle Klassenkameraden aus dem 6. Jahrgang mitgefiebert hatten, durften sich als erste die frisch gekürte Schulsiegerin und anschließend auch alle anderen Teilnehmerinnen dieser Runde ein Buch aussuchen, das vom Schulverein gestiftet wurde. (Fin)

Das Gruppenfoto zeigt die Deutschlehrerinnen Anne Siemon (links) und Karina Götzschel (rechts) mit den stolzen Klassensiegerinnen und den Klassensieger – stehend von links die Schulsiegerin Fiona Moldenhauer, Lia Christ (beide Klasse 6G1), Sara Baraiac, Florine Schaub (beide Klasse 6F2), Maximilian Schneider (Klasse 6F1) und kniend von links Emma Schaub, Naima Larcher (beide Klasse 6G2) und Angelina Euler (Klasse 6F1). 

Vorweihnachtliches Klangerlebnis

- Werratalschüler beeindrucken mit Konzert in der Heringer Stadtkirche -

 Wer geglaubt hatte, die „Jugend von heute“ habe kein Interesse mehr an Musik oder konsumiere bestenfalls mittels der Streaming Dienste passiv, wurde kürzlich in der Heringer Stadtkirche eines Besseren belehrt. Der Abiturientenjahrgang der Werratalschule präsentierte ein vorweihnachtliches Konzert auf hohem Niveau, das sich von Klassik bis Pop erstreckte. Immer wieder beeindruckte Maximilian Branz am Klavier, so mit der Mitschülerin Lena Becker, die mit ihrem hingebungsvollen Gesang von „You are the reason“ (Calum Scott) und „Ho ho ho“ (Sia) berührte. Jasmin Strube (Klarinette) und Maximilian gaben zusammen L. Cohens bekanntes „Halleluja“ zum Besten. Julius Rühlmann und Maximilian Branz erwiesen sich als besonders leistungsstarkes Team am Klavier, indem sie vierhändig eine mitreißende Jazz-Version von L. v. Beethovens „Für Elise“ darboten und sich mit „Viva la vida“ in die Herzen des Publikums spielten. Julius brillierte auch als Solist am Klavier mit seinen äußerst einfühlsam intonierten romantischen Liedern von R. Schumann und F. Chopin, die er - besonders faszinierend - vollständig auswendig beherrschte. Für ein weiteres Klangerlebnis sorgte Abiturientin Melissa Sieber mit verschiedenen Stücken am Cello, so dem „Freude schöner Götterfunken“ von L. v. Beethoven.

Für einen musikalischen Kontrast sorgte eine Band derzeitiger und ehemaliger Schüler mit einem lautstarken, aber durchaus gehaltvollen Christmas Medley. Mit zarteren Stimmen erzielten die jüngsten Mitwirkenden des Abends, nämlich die Chor-AG von Musiklehrerin Karola Herrmann, einen Achtungserfolg mit einigen weihnachtlichen Weisen.

Für ein ausgesprochen gutes Verhältnis zwischen Schüler- und Lehrerschaft an der Werratalschule spricht sicher die Tatsache, dass die Organisatoren so viele Lehrkräfte zum Mitwirken bei ihrem Konzert bewegen konnten. So erfreuten gleich eingangs Musiklehrerin Andrea Baaske (Querflöte) und ihre Kollegin Friederike Rink (Orgel) mit einer Sonate aus der Barockzeit, ebenso wie Musiklehrerin Grit Korngiebel (Gesang) mit ihrer Kollegin Kathrin Mosebach (Klavier und Gesang) mit einem Weihnachtsklassiker von R. Zuckowski. Rink und Abiturient Maximilian Branz setzten außerdem am Klavier mit ihrem lebhaften vierhändigen Vortrag eines Ungarischen Tanzes (Nr. 5) von J. Brahms Akzente. Andrea Baaske und Karola Herrmann sorgten mit ihrem Abendsegen von F. Humperdinck für besinnliche Stimmung.

Schließlich hatte sogar der Lehrerchor unter Leitung von Karola Herrmann fleißig geprobt, um mit einer lateinisch-deutschen Fassung von „Herbei, oh ihr Gläubigen“ einen harmonischen Schlusspunkt zu setzen. Auch der „Hausherr“ der Kirche, Pfarrer Thorsten Waap, war eingebunden, indem er zur Begrüßung mit seinem Spiel auf der Ukulele für heitere Bewegung sorgte. Christoph Peters, der stellvertretende Schulleiter, fand in seiner Begrüßung eher besinnliche, ausgesprochen passende Worte zum Weihnachtsfest in der heutigen Zeit.

Zum Schluss stimmten schließlich Mitwirkende und Publikum in den Gesang zweier populärer Weihnachtslieder ein. Man war sich einig, dass so ein beeindruckendes Konzert unbedingt eine Wiederholung finden sollte. (Fin/Fotos:Kröhl)

 

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