Werratalschule Heringen

Shakespeare hätte seine Freude daran gehabt!

- Werratalschüler unterhalten mit „Romeo und Julia“ -

 Beste Unterhaltung boten die beiden Parallelklassen des neunten gymnasialen Jahrgangs mit ihrer Aufführung von „Romeo und Julia“ zum Valentinstag in der voll besetzten Aula der Werratalschule. Als die insgesamt 41 Jugendlichen bei ihrer Deutschlehrerin Lisa Kröhl im Herbst diese Tragödie kennen lernten, kam von ihnen selbst die spontane Idee - angeregt von dem Kultfilm „Fack yu Göthe“ - sich an eine eigene Theaterproduktion heranzuwagen. Es folgten Monate harter Arbeit unter der Regie von Lisa Kröhl. Ganz beachtlich dabei: Bis Weihnachten wurde mehrfach pro Woche ausschließlich an den freien Nachmittagen geprobt, schließlich musste der Deutschunterricht nach Plan weiterlaufen. Erst in den letzten Schulwochen wurden auch einige Deutschstunden zu den Proben hinzugenommen. Und es handelte sich nicht etwa um eine reguläre Arbeitsgemeinschaft, sondern um das zusätzliche, freiwillige Engagement zweier kompletter Parallelklassen. Jeder war eingebunden, sei es als Schauspieler, Musiker, Techniker, Souffleuse, in der Maske oder beim Catering.

Man bediente sich einer Schultheaterfassung, die sich in vielen Punkten an William Shakespeares Drama orientierte. Lange Monologe wurden Darstellern wie Zuschauern jedoch erspart, Shakespeares Sprache in deutscher Übersetzung und modernere, vereinfachte Sprache hielten sich die Waage. So durfte natürlich das berühmte Zitat: „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ nicht fehlen. Aber auch die durchaus recht derbe heutige Umgangssprache, die beim Publikum für viel Heiterkeit sorgte, entsprach durchaus dem Geist Shakespeare, der genau das bei seinem Publikum erreichen wollte: gute Unterhaltung für alle!

Inhaltliche Veränderungen ergaben sich durch die eingefügten Allegorien des Todes und der Liebe, die gewissermaßen durch das Stück führten, immer wieder die Handlung kommentieren und in ständiger Konkurrenz zueinander standen. Dabei hatte Selina Zacharias in der Rolle des Todes ihre Paraderolle gefunden und setzte mit ihren energischen, ausdrucksstarken Auftritten besondere Akzente. Dies hielt sie schlüssig durch bis hin zur Pausenankündigung, bei der die Liebe auf das übrigens sehr reichhaltige (Kuchen-) Büffet hinwies, der Tod jedoch warnt, dass der hohe Zuckeranteil zum Tode führen könne.

Insgesamt waren den Jugendlichen die Botschaften der Liebe und des Friedens besonders wichtig, so dass sie auch die Versöhnung der verfeindeten Familien Capulet und Montague über den Leichen von Romeo und Julia besonders in Szene setzten. Aber der „Kitschanteil“ bekam nie die Oberhand, parodierte der Tod etwa geschickt eine aufkommende Romantik mit trocken-derbem Humor: „Schluss mit dem Schmarrn!“ Und slapstickartige Übertreibungen in Wort und Geste sorgten immer wieder für kurzweilige Unterhaltung, an der auch Shakespeare seine wahre Freude gehabt hätte.

So war die Stimmung im Saal von Anfang an lebhaft, das Publikum klatschte gleich eingangs bei der fetzigen Musik auf dem Ball bei Julias Familie Capulet eifrig mit und erfreute sich am ersten Kuss der beiden Jugendlichen aus den verfeindeten Familien Veronas.

Der ganze Abend stand - mit einem gewissen Augenzwinkern - im Zeichen des Valentinstages, was sich in der atmosphärisch ansprechenden Ausschmückung der Aula, dem liebe(!)vollen Catering bis hin zum papierenen Herzchenregen am Schluss widerspiegelte.

Stehende Ovationen am Schluss führten zu einer heiteren Zugabe, nämlich einem Tanz des gesamten, nach brillanter Leistung erleichterten, Ensembles auf der Bühne. Das Publikum ging begeistert mit.

In den Dankesworten an ihre Lehrerin Lisa Kröhl hob Aileen Schäfer, die stellvertretend für die ganze Truppe sprach, besonders deren Engagement hervor: „Es ist Ihnen gelungen, aus einer zügellosen Horde Neuntklässler eine Gemeinschaft zu machen!“ (Fin)

hoş geldiniz – Herzlich willkommen in der Bad Hersfelder Moschee!

- Werratalschüler zu Gast in der Moschee des Islamischen Vereins -

Die beiden siebten Gymnasialklassen der Werratalschule in Heringen durften besondere Stunden in der Bad Hersfelder Moschee erleben. Mit ihren Religionslehrern an der Moschee angekommen, waren viele überrascht, dass diese von außen wie ein ganz normales Wohnhaus aussieht. Ungewohnt war für viele auch, dass sie zu Beginn ihre Schuhe ausziehen mussten.

Herr Altinbas, Vorstandsmitglied des Islamischen Vereins Bad Hersfeld und Umgebung e.V. und der Ansprechpartner vor Ort, begrüßte die Gruppe freundlich und führte sie zunächst durch den Gebetsraum. „Ich hätte mir eine Moschee viel größer vorgestellt“, so die Aussage eines Schülers. Der recht kleine Raum bietet jedoch Platz für 180 Betende und ist mit Teppich ausgelegt, auf dem „Gebetsbereiche“ zu erkennen sind. Herr Altinbas zeigte und erklärte die Ausstattungsgegenstände der Moschee, die den Schülern vorher nur durch Bilder aus dem Religionsunterricht bekannt waren. So lernten sie zum Beispiel etwas über die Gebetsnische (Mihrab), die in Richtung Mekka zeigt, oder die Kanzel (Minbar), von der aus der Imam (=Hodscha) predigt. Ein ebenfalls anwesender Vorbeter las drei Suren (Kapitel) aus dem Koran vor, was für die Zuhörenden eher wie Gesang klang.

Nach der Erkundung des Gebetsraumes erfolgte einer der Höhepunkte des Besuches: Das Mittagsgebet, bei dem die Gäste aus Heringen anwesend sein und die Betenden beobachten durften. Zuvor erklärte Herr Altinbas noch, dass die Konzentration das Wichtigste beim Beten sei und viele Gläubige zur „Unterstützung“ Gebetsketten (Tesbih) mit 99 Perlen nutzen. Jede Perle steht dabei für einen Namen Allahs (Gott). Der Muezzin (Gebetsrufer) rief vom Ort des Minaretts zum Gebet. Die anwesenden Männer nahmen einen Platz im Gebetsraum ein und hörten auf die „Anweisungen“ des Vorbeters. Dieser machte die typischen Gebetshaltungen vor und betete auf Arabisch. Anschließend war Raum für eigene Gebete. „Es war beeindruckend, bei dem Mittagsgebet dabei zu sein“, so eine Schülerin.

Doch damit nicht genug. Der Gruppe wurde anschließend süßes Gebäck und Getränke angeboten, bevor ein weiterer Höhepunkt der Moscheeerkundung folgte.

In einer sehr offenen, persönlichen und für Schüler verständlichen Art und Weise beantworteten Herr Altinbas und der Imam alle Fragen der Gruppe. „Wir konnten ganz viele Fragen stellen, die wir schon immer über Muslime und das Beten in einer Moschee wissen wollten“. Diese reichten von im Unterricht Gelerntem, wie den Fastenvorschriften und der Pilgerfahrt nach Mekka, bis hin zu aktuellen Fragen. „Ich habe heute erlebt, wie friedlich diese Religion doch ist“, so eine Schülerin.

Die Fragen der Schüler fanden kein Ende, sodass man es zum Schluss bedauerte, dass die Zeit in der Moschee so schnell vergangen war. Das Fazit eines Schülers lautete: „Wir sollten Respekt vor Muslimen haben, denn wir haben sie als sehr gastfreundlich, ehrlich und diszipliniert erlebt“. Eine andere Schülerin bilanzierte: „Ich glaube, wir sind mit gemischten Gefühlen zur Moschee gekommen und gehen mit guten wieder raus. Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte, denn so etwas erlebt man nicht jeden Tag“. (Si/Sm)

Wir sagen „Danke“

Der Jugendclub Widdershausen war bei uns, um uns eine Spende über 500€ für die Schulhofsanierung zu geben. Eine tolle Aktion.

Einladung zum „Schnuppertag“ der Doppelqualifizierung Abitur + Beruf (CTA)

Seit vielen Jahren bietet die Werratalschule in Heringen zusätzlich zum Abitur die Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin bzw. zum chemisch-technischen Assistenten (CTA) an. Dies geschieht in enger Kooperation mit den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld – Außenstelle Heimboldshausen – und dem Unternehmen K+S. Nimmt man am CTA-Lehrgang der Werratalschule teil, so stehen wöchentlich vier Stunden im Ausbildungslabor in Heimboldshausen auf dem Programm. Da andere Unterrichtsbereiche entfallen, bleibt die wöchentliche Mehrbelastung in diesem Ausbildungsgang auf zwei Stunden beschränkt. Der reguläre Oberstufenunterricht an der Werratalschule führt zum Landesabitur.

Danach läuft die Ausbildung mit berufsbezogenem Unterricht an der Berufsschule und Praktika bei K+S noch ein Jahr weiter und endet mit der Staatlichen Prüfung zur/zum CTA.

Die Arbeitsmöglichkeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen (u.a. chemische Industrie, Pharmazie, Medizin, Umweltschutz, Landesuntersuchungsämter) sind bundesweit, aber auch im Ausland sehr attraktiv. Und wer studieren möchte, bekommt die CTA-Ausbildung oft als Praktikum anerkannt und spart damit Zeit.

Dieser Bildungsgang eignet sich für Abgänger der Mittelstufe – sei es von Realschulen oder von Gymnasien.

Wer sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen, wahlweise am Dienstag, 18. Februar 2020 oder Freitag, 21. Februar 2020, jeweils von 8:30 bis 12:00 Uhr im Ausbildungslabor der Außenstelle der Beruflichen Schulen in Heimboldshausen (Lindenstraße 15; 36269 Philippsthal-Heimboldhausen) an einem Schnupperpraktikum teilzunehmen. Bei der Durchführung von Experimenten kann man die Arbeit eines chemisch-technischen Assistenten im Labor näher kennenlernen und sich ferner über den CTA-Bildungsgang der Werratalschule informieren. Es werden Teilnahmebescheinigungen über diesen Laborvormittag ausgegeben.

Um telefonische Anmeldung für einen der beiden Termine bis möglichst 07.02. 2020 unter 06624-542070 (Sekretariat der Werratalschule) oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wird gebeten.

Auch wenn man diesen Termin nicht wahrnehmen kann, erhält man hier ausführliche Informationen und Beratung. (Fin)

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