Werratalschule Heringen

Mehr als nur Pommes…

- Werratalschüler werden Zweite in hessischem Chemiewettbewerb -

 Dass man aus Kartoffeln mehr als nur Pommes herstellen kann, dürfte hinlänglich bekannt sein, dass man aber sogar eine Alternative für Kunststofffolie aus ihnen entwickeln kann, das fanden die Schüler Bastian Deringer, Elijah Kaiser, Tim Möller, Justin Oehling und Yannic Trott der Werratalschule Heringen heraus. Mit ihren Forschungsarbeiten errangen sie sogar den zweiten Platz im hessenweiten Wettbewerb „Chemie - mach mit!“. In der 37. Runde dieses Wettbewerbs, der federführend vom Institut für Didaktik der Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium durchgeführt wird, war dieses Mal die „tolle Knolle“ Kartoffel als Forschungsobjekt vorgegeben.

So hatten auch die fünf Neuntklässler der Werratalschule im letzten, also ihrem achten Schuljahr mehrere Monate Experimente im sogenannten Science Club unter der Leitung von Chemielehrerin Miriam Strube durchgeführt. Aufgeteilt in zwei Teams wiesen sie Stärke in einer Kartoffel nach, verfolgten die Frage, wie man Kartoffelbrei mit Haushaltssäuren haltbar machen kann und entwickelten Sauerstoffgas mit Hilfe eines versteckten Enzyms aus der Kartoffel. Ein besonderes Highlight war die eigene Herstellung einer Folie aus Kartoffelstärke als biologisch abbaubare Alternative zu Kunststofffolien. Diese wurde erfolgreich auf Herz und Nieren getestet, um zu überprüfen, ob sie mit den praktischen Eigenschaften einer Kunststofffolie mithalten kann. Natürlich mussten die Versuchsreihen auch dokumentiert und Erklärungen für die beobachteten Phänomene entwickelt werden. Die dafür notwenigen schriftlichen Ausarbeitungen stellten die jungen Naturwissenschaftler zu Hause fertig und reichten sie schließlich bei der Jury ein.

Groß war natürlich bei ihnen wie auch bei Miriam Strube die Freude, als sie erfuhren, dass sie hessenweit auf den zweiten Platz gekommen waren. Die feierliche Preisverleihung - mit Urkunden und großzügigen Gutscheinen - fand dann leider pandemiebedingt online und erst viel später im Folgeschuljahr statt.

Der Science Club, eine nachmittägliche Arbeitsgemeinschaft, die sich thematisch an den jeweiligen Neigungen der naturwissenschaftlich interessierten Mitglieder aus dem 8. und 9. Jahrgangs orientiert, rundet das sogenannte MINT-Konzept der Werratalschule ab. Er stellt gewissermaßen ein Bindeglied dar zwischen den Forscherklassen (5. - 7. Jahrgang) und der Ausbildung zu Chemisch-Technischen Assistenten, die man in der Oberstufe parallel zum Erwerb des Abiturs absolvieren kann.

Der Erfolg der fünf jungen Mitglieder des Science Clubs dürfte auch die Motivation ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen erhöht haben, sich naturwissenschaftlich zu engagieren. (Fin)

 

Die Fotocollage zeigt in der oberen Reihe von links Bastian Deringer, Elijah Kaiser und Tim Möller sowie in der unteren von links Justin Oehling und Yannic Trott.

Mathe-Profis an der Werratalschule

Aus der ersten Runde des hessenweiten Mathematikwettbewerbs der 8. Klassen gingen an der Werratalschule Heringen Julian Lanz und Noel Wenig (Gymnasialzweig; vorne von links 1. und 5.), Timm Schnell und Alexandra Nabitz (Hauptschulzweig; vorne von links 2. und 3.) und Samira Sieling (Realschulzweig; vorne von links 4.) als jeweils Beste hervor. Sie qualifizierten sich damit für die nächste Runde dieses traditionellen mathematischen Kräftemessens, nämlich auf der Ebene des Landkreises.

Anfang März fand der besagte Kreisentscheid an den jeweiligen Schulen statt - natürlich unter Einhaltung der allseits bekannten Hygienevorschriften. Nachdem die Schulsieger*innen, die extra aus dem Distanzunterricht „angereist“ waren, sich ordentlich ins Zeug gelegt hatten und auch diese anspruchsvollere Hürde des Wettbewerbs genommen hatten, versammelten sie sich noch für ein Foto mit ihren Mathematiklehrkräften. Diese hatten natürlich an diesem Tag ordentlich die Daumen gedrückt.

Schulleiter Christoph Peters (hintere Reihe 3. von links) und Lisa Reitermayer, Fachsprecherin für Mathematik (hinten 2. von links), sowie die Mathematiklehrkräfte Lena Köhler und Markus Linß (1. und 4. von links) sprachen ihre Glückwünsche aus und überreichten Urkunden des Landes Hessen. Nun bleibt es abzuwarten, ob sich die Werratalschule auch über einen Sieg auf Kreisebene freuen kann. Wie auch immer dieser Entscheid ausgeht, die diesjährigen Schulsieger*innen dürfen auf ihren Erfolg allemal stolz sein. (Fin)

Mit „Pferde-Glück“ zum Sieg!

- Werratalschule Heringen ermittelte Siegerin im traditionellen Vorlesewettbewerb -

Die Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen an der Heringer Werratalschule heißt Lisa-Marie Madus. Sie überzeugte die Jury mit ihrem lebendigen und ausdrucksstarken Vortrag einer Passage ihres Pferdebuches „Glück auf vier Hufen“ von Anne Bachner.

Schon in der ersten Runde des traditionellen Vorlesewettbewerbs im 6. Jahrgang, nämlich im klasseninternen Entscheid, hatten alle Kinder ihre Lieblingsbücher vorgestellt.

Der Schulentscheid lief dann aus den allseits bekannten Gründen weniger traditionell ab. Traf man sich bisher immer mit den Kindern des gesamten Jahrgangs in der Aula der Schule zu dieser entscheidenden Etappe des Wettbewerbs, so mussten die Mitschüler und Mitschülerinnen dieses Mal aus der Ferne mitfiebern. Mit Abstand und Maske kamen nur die acht Kandidaten und Kandidatinnen - je Klasse die zwei Besten im Vorlesen - und ihre vier Deutschlehrerinnen in einem großen Raum zusammen.

Nachdem nun alle acht Klassensieger und –siegerinnen zunächst aus dem Buch ihrer Wahl vorgelesen hatten, lagen in einem zweiten Durchgang die Hürden noch höher. Nun galt es schließlich, aus einem ihnen bis dahin unbekannten Roman vorzulesen. Hier bewies Lisa-Marie Madus aus Klasse 6G1, dass sie nicht nur ihren vorbereiteten Romanausschnitt souverän beherrschte, sondern einen fremden Text ebenso überzeugend und einfühlsam vortragen konnte.

Die Jury hatte es allerdings nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen, hatten sich doch alle Kandidaten ordentlich ins Zeug gelegt. So würdigte Franziska Richter, Deutschlehrerin und Lesebeauftragte der Schule, auch ganz ausdrücklich die Leistungen aller Beteiligten.

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung durften sich als erste die frisch gekürte Schulsiegerin und anschließend auch alle anderen ein Buch aussuchen, das vom Schulverein gestiftet wurde. (Fin)

 

Das Gruppenfoto entstand, nachdem sich alle ihr Buchpräsent ausgesucht hatten und zeigt von links nach rechts: Franz Paul Noack (6F2), Alena Helbich (6F2), Chiara Elsner (6F1), Schulsiegerin Lisa-Marie Madus (6G1), Alisa Sardar (6G1), Mia Jahn (6G2), Alina Hugo (6G2) und Leon Bamberger (6F1).

Forscherklassen der Werratalschule gingen auf Nussjagd

Drei Forscherklassen aus dem 5. bzw. 6. Jahrgang der Werratalschule nutzten das schöne Wetter des frühen Winters noch vor Weinachten und halfen als Haselmausforscherinnen und -forscher der Wissenschaft. Dazu begaben sie sich in Wald und Flur auf die Suche nach angeknabberten Haselnüssen und kamen dabei der scheuen und gefährdeten Haselmaus auf die Spur.

Die Haselmaus ist hauptsächlich nachts unterwegs. Sie klettert dann durch die Kronen von Büschen und Bäumen und kommt so gut wie nie auf den Boden. Da sie dabei nur schwer zu beobachten ist, wissen die Wissenschaftler des NABU sehr wenig darüber, wo sie in Hessen noch zu Hause ist. Da man die kleine Maus aber sehr gut anhand von Fraßspuren identifizieren kann, rief der NABU zur großen Nussjagd auf, um ihr Vorkommen aufzuspüren.

Das ließen sich die jungen Forscherinnen und Forscher natürlich nicht zweimal sagen. Rund um die Werratalschule und im angrenzenden Waldrand sammelten sie Haselnüsse und untersuchten diese anschließend auf Fraßspuren. Neben unzähligen Nüssen, die von Eichhörnchen, Siebenschläfern und anderen Mäusen angeknabbert wurden, konnten die Mitglieder der Forscherklassen aber auch einige Spuren der Haselmaus entdecken. Diese Nüsse wurden dann an den NABU nach Wetzlar geschickt, um den Fund bestätigen zu lassen. Und tatsächlich: Alle drei Forscherklassen hatten Nüsse gefunden, die von der Haselmaus angeknabbert waren und somit ihr Vorkommen in Heringen belegen.

Auf dem Bild sieht man die stolzen Mitglieder der Forscherklasse „Einstein“ (5. Jahrgang) mit ihrem Haselmausforscher-Diplom des NABU Hessen. (Stru)

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