Werratalschule Heringen

+++Aktuelle Informationen zum Schulbetrieb ab dem 01.02.2021 finden Sie unter Aktuelles / Informationen der Schulleitung+++     

Forscherklassen der Werratalschule gingen auf Nussjagd

Drei Forscherklassen aus dem 5. bzw. 6. Jahrgang der Werratalschule nutzten das schöne Wetter des frühen Winters noch vor Weinachten und halfen als Haselmausforscherinnen und -forscher der Wissenschaft. Dazu begaben sie sich in Wald und Flur auf die Suche nach angeknabberten Haselnüssen und kamen dabei der scheuen und gefährdeten Haselmaus auf die Spur.

Die Haselmaus ist hauptsächlich nachts unterwegs. Sie klettert dann durch die Kronen von Büschen und Bäumen und kommt so gut wie nie auf den Boden. Da sie dabei nur schwer zu beobachten ist, wissen die Wissenschaftler des NABU sehr wenig darüber, wo sie in Hessen noch zu Hause ist. Da man die kleine Maus aber sehr gut anhand von Fraßspuren identifizieren kann, rief der NABU zur großen Nussjagd auf, um ihr Vorkommen aufzuspüren.

Das ließen sich die jungen Forscherinnen und Forscher natürlich nicht zweimal sagen. Rund um die Werratalschule und im angrenzenden Waldrand sammelten sie Haselnüsse und untersuchten diese anschließend auf Fraßspuren. Neben unzähligen Nüssen, die von Eichhörnchen, Siebenschläfern und anderen Mäusen angeknabbert wurden, konnten die Mitglieder der Forscherklassen aber auch einige Spuren der Haselmaus entdecken. Diese Nüsse wurden dann an den NABU nach Wetzlar geschickt, um den Fund bestätigen zu lassen. Und tatsächlich: Alle drei Forscherklassen hatten Nüsse gefunden, die von der Haselmaus angeknabbert waren und somit ihr Vorkommen in Heringen belegen.

Auf dem Bild sieht man die stolzen Mitglieder der Forscherklasse „Einstein“ (5. Jahrgang) mit ihrem Haselmausforscher-Diplom des NABU Hessen. (Stru)

Mit „Pferde-Glück“ zum Sieg!

- Werratalschule Heringen ermittelte Siegerin im traditionellen Vorlesewettbewerb -

Die Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen an der Heringer Werratalschule heißt Lisa-Marie Madus. Sie überzeugte die Jury mit ihrem lebendigen und ausdrucksstarken Vortrag einer Passage ihres Pferdebuches „Glück auf vier Hufen“ von Anne Bachner.

Schon in der ersten Runde des traditionellen Vorlesewettbewerbs im 6. Jahrgang, nämlich im klasseninternen Entscheid, hatten alle Kinder ihre Lieblingsbücher vorgestellt.

Der Schulentscheid lief dann aus den allseits bekannten Gründen weniger traditionell ab. Traf man sich bisher immer mit den Kindern des gesamten Jahrgangs in der Aula der Schule zu dieser entscheidenden Etappe des Wettbewerbs, so mussten die Mitschüler und Mitschülerinnen dieses Mal aus der Ferne mitfiebern. Mit Abstand und Maske kamen nur die acht Kandidaten und Kandidatinnen - je Klasse die zwei Besten im Vorlesen - und ihre vier Deutschlehrerinnen in einem großen Raum zusammen.

Nachdem nun alle acht Klassensieger und –siegerinnen zunächst aus dem Buch ihrer Wahl vorgelesen hatten, lagen in einem zweiten Durchgang die Hürden noch höher. Nun galt es schließlich, aus einem ihnen bis dahin unbekannten Roman vorzulesen. Hier bewies Lisa-Marie Madus aus Klasse 6G1, dass sie nicht nur ihren vorbereiteten Romanausschnitt souverän beherrschte, sondern einen fremden Text ebenso überzeugend und einfühlsam vortragen konnte.

Die Jury hatte es allerdings nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen, hatten sich doch alle Kandidaten ordentlich ins Zeug gelegt. So würdigte Franziska Richter, Deutschlehrerin und Lesebeauftragte der Schule, auch ganz ausdrücklich die Leistungen aller Beteiligten.

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung durften sich als erste die frisch gekürte Schulsiegerin und anschließend auch alle anderen ein Buch aussuchen, das vom Schulverein gestiftet wurde. (Fin)

 

Das Gruppenfoto entstand, nachdem sich alle ihr Buchpräsent ausgesucht hatten und zeigt von links nach rechts: Franz Paul Noack (6F2), Alena Helbich (6F2), Chiara Elsner (6F1), Schulsiegerin Lisa-Marie Madus (6G1), Alisa Sardar (6G1), Mia Jahn (6G2), Alina Hugo (6G2) und Leon Bamberger (6F1).

Happy End? - Fehlanzeige!

- Autorin Antje Wagner zu Besuch an der Werratalschule Heringen -

In dieser Corona-bedingt recht entbehrungsreichen Zeit ist die Werratalschule dankbar, dass die Tradition vorweihnachtlicher Autorenlesungen für den 6. Jahrgang dieses Jahr - wenn auch für mehrere kleinere Gruppen und mit Masken bei allen Beteiligten - wieder möglich war. Autorin Antje Wagner zeigte sich ebenfalls hoch erfreut, dass sie nach vielen Absagen von Schulen während des Jahres 2020 im Rahmen der 24. Osthessischen Jugendbuchwoche nach Heringen kommen konnte.

 

Sie vermittelte ihrer jungen Zuhörerschaft eine ganz besondere Begegnung mit Literatur, als sie ihren Roman „Unland“ vorstellte. Zunächst erklärte sie, dass es nicht leicht war, einen Jugendbuchverlag zu finden, der einen Thriller druckt, und warnte: „Achtung! Wenn ihr ein Happy End wollt, lasst die Finger weg von diesem Buch!“ Damit erzeugte sie ein Höchstmaß an Neugierde bei den Jugendlichen, bevor sie überhaupt den ersten Satz gelesen hatte. Anschließend verfolgten sie gespannt mit, wie eine der Hauptfiguren des Romans ihre Ankunft in einem Heim für Jugendliche in einem gottverlassenen Dorf in der sachsen-anhaltinischen Pampa erlebt.

Hatte Antje Wagner mit ihrem jugendnahen Schreib- und Vortragsstil bereits den Nerv ihrer Zuhörerschaft getroffen, konnte sie deren Interesse noch dadurch steigern, dass sie nach dem ersten Teil ihrer Lesung die autobiographischen Züge des Thrillers aufdeckte. Auch sie wuchs in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt auf, in dem es solch ein Heim gab, und verbrachte mit vielen dieser so genannten Heimkinder ganz selbstverständlich ihre Schulzeit. In ihrem Roman verarbeitet sie deren Geschichten, macht sie aber durch allerlei schriftstellerische „Tricks“ unkenntlich, um niemanden zu entblößen oder verwundbar zu machen. Im zweiten Teil der Lesung ließ Wagner ihre Zuhörer zusammen mit der Hauptfigur viele Fragen zu „Unland“ stellen, nämlich den schwarzen Ruinen, die in unmittelbarer Nähe des Heims von einem Elektrozaun abgeschirmt sind. Während sie gestenreich und lebendig von einem folgenreichen Stromausfall las, hätte man hören können, wie die sprichwörtliche Stecknadel zu Boden fällt. Dass Wagner mit Maske las, merkte man schon längst nicht mehr.

Abschließend prophezeite sie, dass alles, was man sich im Laufe der Lektüre ihres Romans erschlossen habe, am Schluss „kippe“ und man ihn sofort noch einmal lesen wolle, um die Spuren zu erkennen, die man beim ersten Mal übersehen habe. Sofort begannen die Werratalschüler lebhaft, ihre Hypothesen auszutauschen. Dass sie sich das Buch ausleihen oder kaufen und gleich mit dem Lesen anfangen würden, stand längst außer Frage. (Fin)

Kunstkalender 2021

Der Kunstkalender 2021 ist fertig und kann ab sofort für 5 Euro im Sekretariat erworben werden.

Er zeigt gelungene Arbeiten der jetzigen Klassen: 8R, 10R, 8G, 9G, E und Q1. Ein toller Begleiter durch das kommende Jahr und ein schönes Geschenk.

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