Werratalschule Heringen

hoş geldiniz – Herzlich willkommen in der Bad Hersfelder Moschee!

- Werratalschüler zu Gast in der Moschee des Islamischen Vereins -

Die beiden siebten Gymnasialklassen der Werratalschule in Heringen durften besondere Stunden in der Bad Hersfelder Moschee erleben. Mit ihren Religionslehrern an der Moschee angekommen, waren viele überrascht, dass diese von außen wie ein ganz normales Wohnhaus aussieht. Ungewohnt war für viele auch, dass sie zu Beginn ihre Schuhe ausziehen mussten.

Herr Altinbas, Vorstandsmitglied des Islamischen Vereins Bad Hersfeld und Umgebung e.V. und der Ansprechpartner vor Ort, begrüßte die Gruppe freundlich und führte sie zunächst durch den Gebetsraum. „Ich hätte mir eine Moschee viel größer vorgestellt“, so die Aussage eines Schülers. Der recht kleine Raum bietet jedoch Platz für 180 Betende und ist mit Teppich ausgelegt, auf dem „Gebetsbereiche“ zu erkennen sind. Herr Altinbas zeigte und erklärte die Ausstattungsgegenstände der Moschee, die den Schülern vorher nur durch Bilder aus dem Religionsunterricht bekannt waren. So lernten sie zum Beispiel etwas über die Gebetsnische (Mihrab), die in Richtung Mekka zeigt, oder die Kanzel (Minbar), von der aus der Imam (=Hodscha) predigt. Ein ebenfalls anwesender Vorbeter las drei Suren (Kapitel) aus dem Koran vor, was für die Zuhörenden eher wie Gesang klang.

Nach der Erkundung des Gebetsraumes erfolgte einer der Höhepunkte des Besuches: Das Mittagsgebet, bei dem die Gäste aus Heringen anwesend sein und die Betenden beobachten durften. Zuvor erklärte Herr Altinbas noch, dass die Konzentration das Wichtigste beim Beten sei und viele Gläubige zur „Unterstützung“ Gebetsketten (Tesbih) mit 99 Perlen nutzen. Jede Perle steht dabei für einen Namen Allahs (Gott). Der Muezzin (Gebetsrufer) rief vom Ort des Minaretts zum Gebet. Die anwesenden Männer nahmen einen Platz im Gebetsraum ein und hörten auf die „Anweisungen“ des Vorbeters. Dieser machte die typischen Gebetshaltungen vor und betete auf Arabisch. Anschließend war Raum für eigene Gebete. „Es war beeindruckend, bei dem Mittagsgebet dabei zu sein“, so eine Schülerin.

Doch damit nicht genug. Der Gruppe wurde anschließend süßes Gebäck und Getränke angeboten, bevor ein weiterer Höhepunkt der Moscheeerkundung folgte.

In einer sehr offenen, persönlichen und für Schüler verständlichen Art und Weise beantworteten Herr Altinbas und der Imam alle Fragen der Gruppe. „Wir konnten ganz viele Fragen stellen, die wir schon immer über Muslime und das Beten in einer Moschee wissen wollten“. Diese reichten von im Unterricht Gelerntem, wie den Fastenvorschriften und der Pilgerfahrt nach Mekka, bis hin zu aktuellen Fragen. „Ich habe heute erlebt, wie friedlich diese Religion doch ist“, so eine Schülerin.

Die Fragen der Schüler fanden kein Ende, sodass man es zum Schluss bedauerte, dass die Zeit in der Moschee so schnell vergangen war. Das Fazit eines Schülers lautete: „Wir sollten Respekt vor Muslimen haben, denn wir haben sie als sehr gastfreundlich, ehrlich und diszipliniert erlebt“. Eine andere Schülerin bilanzierte: „Ich glaube, wir sind mit gemischten Gefühlen zur Moschee gekommen und gehen mit guten wieder raus. Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte, denn so etwas erlebt man nicht jeden Tag“. (Si/Sm)

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