Werratalschule Heringen

+++Ab Montag, 19.04.2021, bis voraussichtlich 02.05.2021 haben nur die Abschlussklassen 9H, 10R und der Jahrgang Q2 Präsenzunterricht. Alle anderen Klassen werden im Distanzunterricht beschult. (Stand: 14.04.2021)+++     

Mehr als nur Pommes…

- Werratalschüler werden Zweite in hessischem Chemiewettbewerb -

 Dass man aus Kartoffeln mehr als nur Pommes herstellen kann, dürfte hinlänglich bekannt sein, dass man aber sogar eine Alternative für Kunststofffolie aus ihnen entwickeln kann, das fanden die Schüler Bastian Deringer, Elijah Kaiser, Tim Möller, Justin Oehling und Yannic Trott der Werratalschule Heringen heraus. Mit ihren Forschungsarbeiten errangen sie sogar den zweiten Platz im hessenweiten Wettbewerb „Chemie - mach mit!“. In der 37. Runde dieses Wettbewerbs, der federführend vom Institut für Didaktik der Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium durchgeführt wird, war dieses Mal die „tolle Knolle“ Kartoffel als Forschungsobjekt vorgegeben.

So hatten auch die fünf Neuntklässler der Werratalschule im letzten, also ihrem achten Schuljahr mehrere Monate Experimente im sogenannten Science Club unter der Leitung von Chemielehrerin Miriam Strube durchgeführt. Aufgeteilt in zwei Teams wiesen sie Stärke in einer Kartoffel nach, verfolgten die Frage, wie man Kartoffelbrei mit Haushaltssäuren haltbar machen kann und entwickelten Sauerstoffgas mit Hilfe eines versteckten Enzyms aus der Kartoffel. Ein besonderes Highlight war die eigene Herstellung einer Folie aus Kartoffelstärke als biologisch abbaubare Alternative zu Kunststofffolien. Diese wurde erfolgreich auf Herz und Nieren getestet, um zu überprüfen, ob sie mit den praktischen Eigenschaften einer Kunststofffolie mithalten kann. Natürlich mussten die Versuchsreihen auch dokumentiert und Erklärungen für die beobachteten Phänomene entwickelt werden. Die dafür notwenigen schriftlichen Ausarbeitungen stellten die jungen Naturwissenschaftler zu Hause fertig und reichten sie schließlich bei der Jury ein.

Groß war natürlich bei ihnen wie auch bei Miriam Strube die Freude, als sie erfuhren, dass sie hessenweit auf den zweiten Platz gekommen waren. Die feierliche Preisverleihung - mit Urkunden und großzügigen Gutscheinen - fand dann leider pandemiebedingt online und erst viel später im Folgeschuljahr statt.

Der Science Club, eine nachmittägliche Arbeitsgemeinschaft, die sich thematisch an den jeweiligen Neigungen der naturwissenschaftlich interessierten Mitglieder aus dem 8. und 9. Jahrgangs orientiert, rundet das sogenannte MINT-Konzept der Werratalschule ab. Er stellt gewissermaßen ein Bindeglied dar zwischen den Forscherklassen (5. - 7. Jahrgang) und der Ausbildung zu Chemisch-Technischen Assistenten, die man in der Oberstufe parallel zum Erwerb des Abiturs absolvieren kann.

Der Erfolg der fünf jungen Mitglieder des Science Clubs dürfte auch die Motivation ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen erhöht haben, sich naturwissenschaftlich zu engagieren. (Fin)

 

Die Fotocollage zeigt in der oberen Reihe von links Bastian Deringer, Elijah Kaiser und Tim Möller sowie in der unteren von links Justin Oehling und Yannic Trott.

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