Werratalschule Heringen

5. Jahrgang feierlich an der Werratalschule in Empfang genommen

Am Montag, dem 17. August, wurden an der Werratalschule 65 neue Fünftklässler*innen herzlich empfangen. Sicher waren diese jüngsten Mitglieder der Schulgemeinde ähnlich aufgeregt wie Generationen von Neuanfängern vor ihnen. Die ungewöhnlichen Umstände werden wohl eher ihren Eltern aufgefallen sein, die bereits Einschulungsfeiern für ältere Geschwister an der Werratalschule miterlebt haben oder womöglich selbst einmal als Neue an der WTS aufgenommen wurden.

Aus hinreichend bekannten Gründen musste dieses Jahr auf eine große Empfangsfeier verzichtet werden. Stattdessen wurden die neuen Klassen nacheinander - gewissermaßen im „Schichtbetrieb“ - in der Großsporthalle begrüßt. Jedes aufzunehmende Kind durfte bis zu zwei Angehörige mitbringen, die alle - natürlich mit Mundschutz - gut verteilt auf den Zuschauerrängen saßen. Leider fiel auch das traditionell vom 6. Jahrgang gestaltete bunte Unterhaltungsprogramm aus, aber einige dieser Kinder hatten ihre neuen Mitschüler*innen bereits in einem fröhlichen Video begrüßt, das schon während der Sommerferien auf der Homepage der Schule verfügbar war. Auch die neuen Klassenlehrkräfte hatten sich darin ihren künftigen Schützlingen bereits vorgestellt.

Und herzlich war natürlich auch der diesjährige Empfang.

Gleich zu Beginn brach Schulleiter Christoph Peters das Eis, indem er feststellte, dass er und die 5er etwas gemeinsam haben: „Für euch ist es der erste Schultag als Schüler und Schülerinnen an der WTS. Für mich ist es hier der erste Schultag als Schulleiter. Wir sind also die Neuen und müssen deshalb ganz besonders zusammenhalten.“ Auch stellte er den ebenfalls neuen Stellvertreter Lutz Schaub vor. Er strich die Besonderheit der Schule heraus, die nämlich Förderstufe, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und gymnasiale Oberstufe unter einem Dach vereint und deshalb besonders viele Möglichkeiten bietet. Er erläuterte das Leitbild der Schule, „Gemeinschaft leben, Persönlichkeit stärken, Zukunft gestalten“, und nannte dessen wichtigste Ziele, nämlich die Kinder zu fördern, aber auch zu fordern und sie damit fit für die Zukunft zu machen. Nicht minder wichtig sei allerdings auch die Freude am Lernen. Er warb für einen offenen Umgang miteinander und sprach schließlich auch das allgegenwärtige Thema „Corona“ an. In diesem Zusammenhang versicherte er, dass sich die Schule gewissenhaft auf diese Herausforderung vorbereitet habe und fasste zusammen: „ Wir gehen zwar mit der gebotenen Vorsicht, aber auch mit viel Freude in dieses neue Schuljahr.“ Schließlich zitierte er Wilhelm von Humboldt mit den Worten „Man kann viel, wenn man sich nur recht viel zutraut“ und gab den Neuen den Ratschlag mit auf den Weg: „Traut euch viel zu und fragt viel. Es gibt keine dummen Fragen. Dumm ist nur, wenn man Fragen, die man hat, nicht stellt!“

Michael Rüppel, der Vorsitzende des Schulelternbeirats, griff in seiner Begrüßung auf den von Wilhelm Busch geschaffenen Lehrer Lämpel zurück: „Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss.“ Und Carmen Brandes, die Vorsitzende des Schulfördervereins, stellte Arbeit und Errungenschaften des Schulvereins vor, warb ebenfalls dafür „mitzumachen“ und erläuterte das Willkommensgeschenk des Vereins, nämlich einen praktischen Planer für das ganze Schuljahr. Sie lobte das familiäre Umfeld der Schule und wünschte ebenfalls alles Gute zum Schulanfang.

Karina Götzschel, die Stufenleiterin für die Jahrgänge 5/6, erläuterte schließlich den Ablauf der ersten Schultage an der WTS und auch darüber hinausgehendes Organisatorisches.

War bei bisherigen Empfangsfeiern noch unklar, wer mit wem in eine Klasse kommt, so war diese für die Kinder doch sehr spannende Frage bereits im Vorfeld geklärt, da man ja nach Klassen getrennt zur Begrüßung eingeladen war. Somit endete jede der kleinen, aber feierlichen Zeremonien damit, dass die Kinder mit ihrer neuen Klassenlehrkraft den Klassenraum aufsuchten, um dort den ersten Schultag an der WTS abzuschließen.

Insgesamt bestand Zuversicht, dass sich die Neuen schnell einleben und an der Werratalschule wohlfühlen werden. Dabei verspricht die gesamte Schulgemeinde behilflich zu sein. (Fin)

 

Umbau des Theaterfundus zum Tontechnikraum

Nach nun 3 Wochen harter Arbeit wurde aus unserem ältesten Raum der Schule, ein auf die Bedürfnisse der Technik abgestimmter Lagerraum für unsere Tontechnik. Dafür waren wir, die Tontechniker der WTS (Max Schneider, Elijah Kaiser, Pascal Völker und Alexander Macheledt) die letzten 3 Wochen täglich von 7:00 – 19.00 Uhr (auch samstags) mit dem Umbau beschäftigt. Die ersten 2 Tage begannen erst einmal mit dem kompletten Ausräumen des Theaterfundus, wobei auch so mancher Schrank sehr unter den Folgen des Vorschlaghammers zu Leiden hatte. Weiter ging es dann mit dem Verspachteln, wobei zwei Wände komplett neu verspachtelt werden mussten. Gleichzeitig wurde begonnen, aus den verschonten Überresten der Schränke Stativhalterungen zu bauen. In der zweiten Woche ging es nun ans Streichen der Wände und der Decke mit weißer Farbe, wobei so mancher von uns am Ende einem Schneemann ähnelte. Um genug Stauraum für die schon vorhandene und die kürzlich neu bestellte Technik zu bekommen, erhielten wir 4 Schwerlastregale vom Hausmeister. Als letztes wurden noch eine Laptophalterung, ein Bildschirm und ein Lautsprecher an der Wand montiert, um die neue Lichttechnik per 3D-Animation auf bestimmte Lieder exakt programmieren zu können. Frau Kröhl zeichnete uns zum Abschluss noch unser Logo an die Wand, wofür wir uns nochmal recht herzlich bedanken wollen.

Gute Leistungen in ungewöhnlichen Zeiten - Verabschiedung der Mittelstufenabgänger von der Werratalschule Heringen –

Dass dieses Jahr auch bei der Verabschiedung der Haupt- und Realschulabsolventen an der Werratalschule alles etwas anders abläuft, sieht man gut an den Gruppenfotos. Normalerweise wären die glücklichen jungen Leute auf einem aktuellen Foto am Tag ihrer Entlassungsfeier in Festkleidung abgebildet. Nun muss man sich behelfen. So sind die Realschulabgänger und -abgängerinnen hier auf einem Foto zu sehen, das nach dem Erwerb ihrer Abschluss-T-Shirts vor dem Schulgebäude noch vor Corona-Zeiten entstand. Mit dabei ist Maria Brell, die mit ihnen im Schulfach Berufsorientierung die Anschaffung dieser T-Shirts organisiert hatte. Maria Brell war zudem Klassenlehrerin der 9. Hauptschulklasse und hatte mit ihren Schützlingen zwei aktuellere Fotos mit Corona-Abstand aufnehmen lassen, die hier in einer Collage zusammengeführt sind.

Wenn auch dieses Jahr leider keine große Entlassungsfeier mit Eltern und vielen Gästen stattfinden kann, plant die Werratalschule dennoch eine feierlich gestaltete Übergabe der lang ersehnten Abschlusszeugnisse in drei kleinen Gruppen in großen Räumlichkeiten, ohne Gäste und unter Wahrung der Hygieneregeln.

Dass die Schule sich in ihrem Unterrichtsplan nach den Osterferien, als der Präsenzunterricht für die Abgangsklassen wieder anlief, besonders auf die relevanten Prüfungsfächer konzentriert hat und auch die Jugendlichen unter Anleitung ihrer Fachlehrkräfte ordentlich gepaukt haben, sieht man auch an den ausgesprochen guten Ergebnissen.

So haben von den 17 Hauptschulabgängern neun den qualifizierenden Hauptschulabschluss erworben und werden allesamt im nächsten Schuljahr eine weiterführende Schule besuchen, um noch den Realschulabschluss oben drauf zu setzen. Dazu gehören auch Lea Pfromm und Noah Hoppert, die Klassenbesten mit einem beachtlichen Notendurchschnitt von 1,8 bzw. 1,9. Rückblickend berichtet Klassenlehrerin Maria Brell von aufregenden, aber auch anstrengenden Schuljahren. Ein Höhepunkt sei die Klassenfahrt nach Hamburg im letzten Schuljahr gewesen. Besonders in den Wochen der Prüfungsvorbereitungen habe sich der „Kampfgeist der Klasse“ gezeigt - einer Truppe, „die im Laufe der Jahre zusammengewachsen ist und gelernt hat, füreinander einzustehen.“ Klassenlehrerin Brell gesteht den Jugendlichen gegenüber ganz persönlich: „Ihr werdet mir in besonderer Erinnerung bleiben, nicht nur wegen der Corona-Pandemie, sondern auch weil ihr meine erste Klasse wart“. Schmunzelnd gibt sie ihnen mit auf den Weg: „Seid frech, frei und wunderbar…!“

Auch Klassenlehrerin Andrea Baaske hat zu ihren 29 Schutzbefohlenen aus der 10. Realschulklasse eine ganz besonders enge Bindung entwickelt. Bereits im 8. Schuljahr hatte sie als Fachlehrerin für Musik zu ihnen ein gutes Verhältnis, welches weiter gefestigt wurde, als sie im 9. Schuljahr die Klassenleitung übernahm. Sie legte Wert darauf, mögliche Konflikte konstruktiv innerhalb der Klasse zu lösen und bemühte sich, die Jugendlichen „zu verantwortungsbewussten und selbstständigen, jungen Erwachsenen zu erziehen“. Sie bedauert, dass die geplante Abschlussfahrt nach Wien, auf die sich alle gefreut hatten, der Corona-Pandemie „zum Opfer gefallen ist“. Dass auch Baaske ihre Schüler und Schülerinnen immer wieder zum Lernen „angeschoben“ hat, wie sie sich ausdrückt, beweisen die guten Leistungen in den Abschlusszeugnissen. Ganz besonders stolz kann darauf Martin Blaurock sein, der mit einem Notendurchschnitt von 1,2 als Klassenbester abschloss. (Fin)

 

 Hier die Abgänger und Abgängerinnen der Hauptschule:

 Leyla-Nur Algin, Jasmin Bock, Letitia-Chantal Bräsicke, Daniel Eckel, Felix Heinz, Noah Hoppert, Iqra Hussain, Jonas Kister, Carolina Köhler, Benjamin Kretschmer, Lea Pfromm, Cortina Sandor, Talia Schäffler, Marvin Van Roden, Yannik Schneider, Marian Storch, Maximilian Schneider

 Und hier die Absolventen der Realschule:

Steven Barthel, Martin Blaurock, Jannik Döttger, Niklas Eidt, Jannes Erbe, Elias Fahner, Lukas Fiebig, Julian Gruner, Benjamin Grupp, Jan Hartmann, Jolyn Hergl, Lara Sophie Heyn, Valentin Hofmann, Cosima Jähn, Moritz Küchenmeister, Marek Meier, Alina Müller, Paul Nennstiel, Victoria Neumann, Lea Reichhardt, Valeria Ries, Valentin Rimbach, Jannis Risch, Anton Ruch, Vanessa Ruch, Tim Sandor, Marcel Schaub, Lena Scherzberg, Niklas Sieling

Dankeschön und auf Wiedersehen

Liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, Sekretärinnen, Hausmeister, Reinigungskräfte und Partner der Werratalschule
nach nunmehr 42 Dienstjahren wechsle ich (zum 31.07.2020) in den Ruhestand. Das so oft benutze Wort „wohlverdient“ habe ich bewusst weggelassen, denn die Arbeit in der Schule habe ich nie als Stress empfunden; sie hat mir immer Spaß gemacht; ich bin gerne zur Schule gegangen. Aber Moment; das stimmt nicht ganz, sondern nur bis zum 16.03.2020, dem Tag der „corona-bedingten“ Schulschließung. Ab da war Schule eher befremdlich. Die wichtigen Abschlussprüfungen konnten zwar regulär durchgeführt werden, aber all das, was Schule auch „ausmacht“, AGs, Projekte, Klassenfahrten, Abschlussfeiern, usw., usw. fanden nicht mehr statt. Und das ist schade! Auch eine Verabschiedungsfeier kann leider nicht stattfinden; sie lässt sich mit den derzeit bestehenden Hygieneregeln, die wir einhalten müssen, nicht realisieren - schade, ich hätte gerne eingeladen.
Aber genug gejammert; das ist nicht meine Art; sehen wir auf das Positive. In der Zeit, in der ich die Schule geleitet habe, ist unglaublich viel „bewegt“ worden - und das ist der Schulgemeinde (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern), dem Schulpersonal, den Institutionen (Schulträger mit seinen verschiedenen Ansprechpartnern, Schulamt, Stadt Heringen), dem Schulverein, dem Schulelternbeirat und unseren Kooperationspartnern (K+S, Nachbarschulen in Hessen und Thüringen, DRK, Kreishandwerkerschaft, und, und, und) zu verdanken. Mit allen war es stets ein angenehmes, zielführendes, im Interesse des Schulstandortes Heringen „an einem Strang ziehen“. Schön und effektiv war die Zusammenarbeit, herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Ich blicke gerne auf das zurück, was sich in meiner Amtszeit an der Werratalschule verändert hat:
Viele neue Lehrkräfte, ein neues Schulprogramm und ein sehr schönes neues Leitbild, eine neue Homepage, die Altbau- und Schulhof- und Mensasanierung, die Einrichtung einer neuen Schulküche, einer Metallwerkstatt, eines Nähraums, eines Kiosks, die Wiederbelebung des Backhauses, die Anschaffung vieler hochwertiger neuer Experimentiergeräte für die Fachschaft Physik und für andere Fachschaften, die Anschaffung von Visualizern für den Unterricht, und, und, und. Ohne Sie/Euch wäre das nicht gelungen, besten Dank!
Was mich besonders freut, ist der starke Anstieg der Schülerzahl und insbesondere der, der gymnasialen Oberstufe.
Im Schuljahr 19/20 haben in den drei Jahrgängen der Oberstufe 153 Schülerinnen und Schüler gelernt und das ist im Schnitt mehr als diese stets zitierte „ominöse Zahl 50“ pro Jahrgang der Oberstufe, die man haben müsse, um die Zukunft einer Oberstufe zu sichern. Und für das Schuljahr 20/21 haben sich bereits wieder 55 Schülerinnen und Schüler für unsere gymnasiale Oberstufe angemeldet - ein gemeinsamer Erfolg, danke an alle.

Für die Zukunft wünsche ich der Werratalschule und Ihnen/Euch alles Gute und meinem Nachfolger und „Noch-Stellvertreter“ Herrn Peters genauso viel Freude wie ich sie durch das hohe Engagement der Schulgemeinde und das der Partner der Werratalschule haben durfte.

Gez.: Arendt, Direktor

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.