Musik, Theater, Tanz…
- Bunte Vielfalt beim Kulturabend der Werratalschule -

Der diesjährige Kulturabend an der Werratalschule war von großer Lebendigkeit und Vielfalt geprägt. Manche Beiträge waren im Unterricht entstanden, manche im Bereich nachmittäglicher Arbeitsgemeinschaften. Für andere hatten sich einzelne Schüler und Schülerinnen oder ganze Gruppen in Eigenregie zusammengetan, und sogar Lehrerinnen gehörten zu den Aktiven.
Der Abend wurde mit flotten Weisen von der Bläserklasse des 6. Jahrgangs eröffnet. Da die Kinder der Förderstufe wegen ihrer Klassenfahrt fehlten, gab es Unterstützung von Mitgliedern des Schulorchesters. Alle zusammen kann man übrigens beim geplanten Konzert am 6. Juni im Heringer Bürgerhaus musizieren hören.
Drei weitere Instrumental- und Vokalformationen begeisterten im Laufe des Abends das Publikum in der Aula. So war der Rock-AG - bestehend aus Sechst- und Siebtklässlern - der Applaus für ihre mit großem Engagement vorgetragenen fetzigen Rhythmen gewiss.
Eine Formation aus der Einführungsphase der Oberstufe (kurz Jahrgang E) ließ "Gänsehaut-Feeling" aufkommen, nämlich Lena Bäcker und Lena Heinz mit ihrem emotionalen Gesang, der feinfühlig von Maximilian Branz am Klavier begleitet wurde.
Für ein weiteres musikalisches Highlight sorgten Lara Kaiser und Daniel Brandes, die beide in der Vorwoche äußerst erfolgreich ihr Abitur bestanden. Souverän in Gesang und an der Gitarre bzw. am Klavier beeindruckten sie mit dem Vortrag zweier bekannter Popsongs.
Die Klasse 5F2 setzte ihr Klassenzimmer rhythmisch in Szene, indem die Kinder mit viel Freude eine fortlaufende Melodie mithilfe ungewöhnlicher "Rhythmus-Instrumente" wie Mülleimer, Besen, Brotdosen, Bechern lebhaft begleiteten.
Auch im Bereich Theater hatte der Abend allerlei zu bieten. Die Abiturienten und Abiturientinnen des Leistungskurses Englisch verabschiedeten sich von ihrer Schule mit zwei skurrilen Einaktern, die sie noch vor dem mündlichen Abitur im Englischunterricht einstudiert hatten - mit Erfolg, wie man den Lachern aus dem Publikum entnehmen konnte.
Ebenso unterhaltsam war die Szene aus dem Alltag der Ehe einer hyperaktiven Hausfrau mit einem von ihr "genervten" Ehemann, die Lehrerin Andrea Baaske und Tobias Bachmann aufführten.
Ernster ging es in der "Selbsthilfegruppe der Tiere" zu, in der eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen des Jahrgangs E in ihrem selbst geschriebenen Stück Umweltzerstörung, Erderwärmung und Artensterben thematisierten. In einer "Life-Schaltung" zu einem Interview mit Donald Trump kam dieser natürlich nicht gut weg. Das Lachen darüber blieb einem aber spätestens bei einem mit erschütternden Fotos illustrierten Kommentar von Maximilian Branz im Hals stecken. Er endete mit einem Appell an jeden Einzelnen, seinen Beitrag zum Erhalt unserer Welt zu leisten.
Zum Abschluss des Abends legte Französischlehrerin Cornelia Jägel einen sportlichen Hiphop-Tanz hin, bei dem sie zu zwei Afro-Rhythmen - im Stil von Afro-Trap - ordentlich die Bühne "rappte" und das Publikum mitriss.
All den im alltäglichen Schulalltag vielleicht eher verborgenen Talenten ein Forum zu bieten, war erklärtes Ziel der Organisatoren des Abends. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um die Schülervertretung (SV) mit Schulsprecherin Jasmin Strube, die den gesamten Abend weitgehend in Eigenregie vorbereitet hatte. Eine Crew von Mitschülern unterstütze sie beim Catering, eine andere bei der Licht- und Tontechnik. Durch das Programm führten gekonnt und mit viele Charme Annalena Sauer und Tobias Bachmann.
Dass so eine Schülervertretung sich immer wieder erneuern muss, zeigten die emotionalen Worte, mit denen Jasmin Strube am Schluss die SV-Mitglieder aus den Reihen der diesjährigen Abiturienten verabschiedete. Sie dankte Nastassja Amling, Tobias Bachmann, Jessica Reimer und Kim Weber: "Ihr habt eine tolle Arbeit geleistet und jede Veranstaltung super gerockt!"
Insgesamt hat dieser Abend wieder eindeutig den Nerv der jungen Leute getroffen und eindrucksvoll deren Identifikation mit ihrer Schule unter Beweis gestellt. (Fin)
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