Nanomaterialien und Molekularbiologie
- Werratalschüler besuchen Experimentallabor in Göttingen

Etwa ein Jahr vor ihrem Abitur besuchten Schüler und Schülerinnen der Werratalschule mit ihren Lehrkräften Miriam Strube und Christian Schneider kürzlich das sogenannte XLAB, ein Experimentallabor für junge Leute in Göttingen. Dort belegten die jungen Forscher je nach Wahl ihrer naturwissenschaftlichen Fächer entweder einen biologischen oder chemischen Experimentalkurs.

Die Biologen beschäftigten sich mit der Frage, ob Burger wirklich aus 100% Rindfleisch hergestellt werden und aus welchem Fleisch verschiedene Wurstsorten, wie Salami oder Geflügelwurst eigentlich wirklich bestehen. Mithilfe molekularbiologischer Techniken, mit denen sie sich bereits im Unterricht theoretisch beschäftigt hatten, konnten sie diesen Fragen auf den Grund gehen. Hierbei wird im XLAB die Möglichkeit geboten, diese abiturrelevanten Techniken, wie die DNA-Isolierung, die Polymerase-Ketten-Reaktion oder die Gel-Elektrophorese selbstständig im Labor durchzuführen.

Die Chemiker hingegen tauchten in die Welt der physikalischen Chemie ein, indem sie sich mit Nanomaterialien beschäftigten. Dabei isolierten sie zunächst Nano-Partikel aus Sonnenmilch und untersuchten anschließend ihre Eigenschaften. Schließlich stellten die jungen Leute mit den isolierten Substanzen und hergestellten Materialien eine eigene Farbstoff-sensibilisierte Solarzelle her und erzeugten ihren eigenen Strom.

Hochzufrieden äußerten sich die angehenden Abiturienten wie auch ihre Lehrerin über die Möglichkeit, im XLAB in Göttingen praktische Laborerfahrungen zu sammeln und sich mit praktischen Übungen auf das in etwa einem Jahr anstehende Abitur vorzubereiten. (Fin)
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