Nimm den anderen wahr!
- Weihnachtsfeier der Werratalschule Heringen -

Traditionell versammelt sich am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien die gesamte Schulgemeinde der Werratalschule Heringen in der evangelischen Kirche zu einer gemeinsamen morgendlichen Feier.
In seiner Begrüßung machte sich Schulleiter Michael Arendt dieses Mal darüber Gedanken, wie Weihnachten eigentlich zu definieren sei. Er erkannte, dass es nicht die Plastikweihnachtsmänner seien, die an Fassaden hochklettern, sondern dass der Frieden im Zentrum des Weihnachtsfestes stehe. Frieden wiederum erlebe man als "Zufriedenheit in der Gesamtheit". Daran müsse man arbeiten, sei es für die Gesamtheit der ganzen Welt oder auch für die relativ kleine Gesamtheit der Werratalschule. In diesem Zusammenhang dankte er den Organisatoren und Mitwirkenden der Feier wie auch seinem gesamten Kollegium, Eltern wie Schülern und Schülerinnen für die erbrachte Arbeit im zu Ende gehenden Jahr. Er schloss mit dem Wunsch nach Fortsetzung dieses Engagements sowie Frieden für alle hier und in der Welt und übergab an die Moderatoren der SV, Jasmin Strube und Tobias Bachmann, die durch das Programm führten.
Im musischen Bereich reichte die Palette von traditionellen Instrumentalstücken der Bläserklassen des fünften und sechsten Jahrgangs sowie des Schulorchesters unter Leitung von Andrea Baaske und Josef Riedel über fröhliche Liedbeiträge eines Musikkurses des fünften Jahrgangs bis zum gefühlvollen Sologesang der Oberstufenschülerin Lena Heinz, die von ihrem Mitschüler Max Branz souverän am Flügel begleitet wurde. Und auch der Lehrerchor sorgte unter Leitung von Karola Herrmann mit einem Spiritual und einem flotten Weihnachtsklassiker wie üblich für Begeisterung beim Publikum. Besonders beeindruckte das "Mini-Musical", das ebenfalls Karola Herrmann ihrer Klasse 5F2 "auf den Leib geschrieben hatte" und das die Kinder gemeinsam mit ihr einstudiert hatten. Aus ihrem eigenen (5F2-)Leben gegriffen verdeutlichten sie die Weihnachtsbotschaft, nämlich "jeder hat so sein Problem, allein löst man es kaum. So was geht nur im Traum", und schließlich formulierten sie die Erkenntnis "Probleme meiden das WIR".
In anderen Wortbeiträgen präsentierten Kinder der Klasse 5G1 einen Streit von Adventskerzen und die der 6F2 eine weihnachtliche Satzkette sowie einen lustigen Sketch, in dem der Weihnachtsmann verhört wird und sich wegen seines unangemeldetes Vehikels und Fliegens ohne Flugschein rechtfertigen muss. Die Klasse 7H regte mittels ihrer "tierischen Weihnachtsgeschichte" zum Nachdenken über den Sinn des Weihnachtsfestes an - ebenso wie der selbst geschriebene Sketch "Weihnachten im Brennpunkt" eines Religionskurses der Oberstufe, in dem eine jugendliche Schwangere nach mehreren vergeblichen Versuchen schließlich Hilfe bei einem Fremden findet. Vermutlich gerade weil dieser Sketch - wie Moderator Tobias Bachmann kommentierte - in das Niveau eines privaten Fernsehsenders verlegt war, erreichte er mit seiner Botschaft von der Nächstenliebe statt Egoismus das zumeist jugendliche Publikum.
Zwei englischsprachige Beiträge trugen zur Vielfalt des Programms bei. So präsentierten die Klassen 6F1 und 6F2 englische Weihnachtsgedichte und die Klasse 7G2 bot ein aufwändig gestaltetes Schattenspiel zum Vortrag der gesamten "Christmas Story". In seinen nachdenklichen Abschlussworten forderte Pfarrer Torsten Waap die Jugendlichen auf, ihrem Gegenüber einmal in die Augen zu schauen und die Menschen um sich herum wahrzunehmen. Mit dem Vaterunser und dem traditionell gemeinsam gesungenen "O du fröhliche" klang die Feier aus. (Fin)
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