Mitmachen und Kennenlernen
Tag der offenen Tür an der Werratalschule

Dieser Devise anlässlich des Tags der offenen Tür an der Werratalschule Heringen folgten große Besuchermengen am Samstag, dem 18. November. Ganz besonders richtete sich der Tag an die Schüler und Schülerinnen aus den Abschlussklassen der umliegenden Grund- und Mittelstufenschulen und ihre Eltern, die gerade vor wichtigen Schullaufbahnentscheidungen stehen.

Bevor die Interessierten ihre eigentliche Entdeckungsreise durch die Schule beginnen konnten, wurde die Veranstaltung von Schulleiter Michael Arendt eröffnet. Er äußerte sich erfreut, so viele bekannte Gesichter zu sehen und drückte die Hoffnung aus, dass aus den noch unbekannten bald bekannte werden. Er nutzte die Gelegenheit, Eltern, Schülern und Lehrkräften - allen voran Thomas Hohlbein, der den Tag federführend organisiert hatte - für ihr Engagement zu danken. Ferner erläuterte er die Investitionen, die der Kreis Hersfeld-Rotenburg in letzter Zeit in die Schule gesteckt hatte, vor allem beim Bau der neuen Küche, der vergrößerten Mensa und bei der Neugestaltung des Schulhofes. Und noch einmal galt es zu danken, nämlich Bürgermeister Daniel Iliev, der an diesem Samstagmorgen in seine ehemalige Schule geeilt war und ein großzügiges Geschenk der Stadt Heringen im Gepäck hatte. Dieses übergab er unter lebhaftem Applaus an den Schulleiter bzw. Bianca Sandor vom Schulverein. Musikalisch wurde die Eröffnung des Publikumstages vom Schulorchester umrahmt.

Im Zentrum des Tages standen anschließend Mitmachaktionen, die im vorausgehenden Unterricht projektartig vorbereitet worden waren und die einen Einblick in die vielfältigen Unterrichtsangebote der Schule vermittelten. Vor allem die Viertklässler aus den Grundschulen der Umgebung und ihre Eltern konnte man mit Figuren aus Metall, Eifeltürmen aus Pappe, Weihnachtssternen aus Papier, Gekochtem und Gebackenem sehen - allesamt "Produkte", die sie unter geduldiger Anleitung von WTS- Schülern und -Schülerinnen selbst gerade hergestellt hatten.

Aber es wurde nicht nur "produziert". Man konnte auch in Mathewerkstätten spielerisch seine Zahlenkenntnisse, in verschiedenen Ateliers sein kreatives Geschick beim Zeichnen, Malen und Dichten und im Musikraum sein Rhythmusgefühl austesten. Man konnte in die Aktivitäten der Forscherklasse hineinschnuppern und selbst Experimente mit Alltagsgegenständen durchführen. So ließ sich zum Beispiel klären, warum eine Windel mehr Flüssigkeit aufnehmen kann als Papiertaschentücher. Oder man lernte Pilze kennen und erfuhr, wie man sie selbst züchten kann. Man konnte Instrumente der Bläserklassen selbst ausprobieren und der Rock-AG lauschen. Auch die Fächer Französisch, Spanisch und Latein luden zur spielerischen Erkundung ein. Überall sah man Schüler und Schülerinnen, wie sie die jungen Besucher in ihre Mitmachangebote einführten. Gut geschult war auch das jugendliche "Personal" beim beliebten Kinderschminken. Bei den Angeboten der sogenannten "Bewegten Pause", der Ski-Präsentation oder bei dem Angebot "Tarzan meets Waveboard" in der Sporthalle konnte man sich ordentlich in Schwung bringen lassen. Beim Schach-Angebot war dann eher geistige Fitness gefordert.

Potentielle Oberstufenschüler und -schülerinnen konnten sich ferner in einem Info-Café über den angestrebten Weg zum Abitur und über Berufs- und Studienorientierung informieren. Ferner erfuhren sie Interessantes über die attraktiven Möglichkeiten, am Schulaustausch mit der Partnerschule in Watertown im US-Bundesstaat Wisconsin oder an dem mit einer Schule in den Niederlanden teilzunehmen. Auch für Interessierte an der Ausbildung zu Chemisch-Technischen Assistenten gab es altersgerechte und themenspezifische Angebote. In einem Geschichtsprojekt der Oberstufe konnten die Besucher einer Nationalversammlung von 1848 "beiwohnen" und "miterleben", wie das Wahlrecht für alle thematisiert wurde.

Die Führungen durch die Schulgebäude hatten Mitglieder der Schulleitung und ältere Schüler übernommen, und es wurde auch reichlich Gebrauch davon gemacht.

Schüler und Schülerinnen der Oberstufe sorgten im Neubau für Verpflegung, und viele engagierte Eltern des Schulelternbeirats bzw. des Schulfördervereins ließen einen Hauch von Kaffee, Kuchen und Popcorn durch das Gebäude des sogenannten Altbaus wehen.

Die Gelegenheit, einen Einblick in das lebendige Schulleben zu nehmen, ergriffen auch wieder viele Eltern derzeitiger WTS-Schüler und Schülerinnen. Und wie immer bei solchen Anlässen, ließen es sich auch viele Ehemalige nicht nehmen, mal wieder in ihrer alten Schule vorbeizuschauen und zu besichtigen, was sich seit ihrem jeweiligen Abschluss alles verändert hat - insgesamt also eine Gelegenheit, sich in vielen Gesprächen über vergangenes, derzeitiges und künftiges Schulleben auszutauschen. (Fin) (Fotos von L. Kröhl und F. Rink)

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