Der Weg zur Freude und Leichtigkeit
Mönch des Soto-Zen-Ordens als Gast im Religions- und Ethikunterricht

Als besonderes Highlight der Unterrichtseinheiten "Buddhismus" und "Begegnung der Religionen" in der Einführungsphase der Oberstufe stellte Günter Muna Neumann aus Schenklengsfeld am 07.03.2014 die Lehre des buddhistischen Wegs des japanischen Zen-Buddhismus der gesamten Jahrgangsstufe vor.

Der gebürtige Königsberger und studierte Kunstwissenschaftler hat in Japan ein dreißigjähriges Studium mit viel Praxiserfahrung als ordinierter Mönch im japanischen Soto-Zen-Orden absolvieren können. Schließlich ist Günter Neumann, auch genannt "Muna" (= Namenlos), seit zehn Jahren von der europäischen Soto-Zen-Mission, im Einklang mit dem japanischen Soto-Zen-Orden als Landeslehrer für Deutschland (Kokusai Fukyoshi) akzeptiert und arbeitet als zertifizierter Zen-Trainer in Schenklengsfeld.
Mit seiner authentischen Darstellung und bildreichen Erzählweise weckte er das Interesse vieler Jugendlicher an seinem erprobten Weg der Selbstfindung. Im Fokus seiner Botschaft stand die Wahrnehmung der eigenen existenziellen Funktion (Lebenssinn) und das Aufwachen zum aufmerksamen Leben, zum Mitgefühl, zur Konfliktlösung, zur Heilung von Stress und dem Druck aus der Vergangenheit und zum Sehen der eigenen Natur (dem Selbst).
"Im Zen-Buddhimus geht es nicht darum, wie in einer Religion zu glauben, sondern sich selbst zu erforschen, die Lehre als Weg zu sich selbst zu überprüfen", so Muna. Die aufmerksam lauschenden Schüler konnten feststellen, dass es auf diesem Weg viele Ähnlichkeiten zu christlichen Werten und Sichtweisen gibt. Andererseits war es aber auch ein beabsichtigtes Ziel, Unterschiede zu entdecken, um darin die eigene christliche Identität und Tradition tiefer kennenlernen und hinterfragen zu können. Letztendlich sollte die Begegnung mit Muna dem Training des interreligiösen Dialogs in unserer pluralistischer werdenden Gesellschaft dienen.

Die eingeplanten 90 Minuten vergingen sehr schnell, sodass viele Schülerfragen gar nicht mehr beantwortet werden konnten. Einen herzlichen Dank an Muna für seinen engagierten und kurzweiligen Vortrag!



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