"Wir lassen Sie ungern gehen!"

Bewegende Abschiedsfeier der Werratalschule Heringen für Schulleiter Gerhard Ferenszkiewicz

Eine ausgesprochen familiäre Feier gestaltete die gesamte Schulgemeinde der Werratalschule Heringen für ihren Schulleiter Gerhard Ferenszkiewicz, der in den wohlverdienten Ruhestand ging. Einen großen Anteil daran hatten natürlich die Redebeiträge von verschiedenen politischen Repräsentanten sowie den Vertretern von Schulamt, Kollegium, Eltern- und Schülerschaft. Alle waren sich darin einig, dass man den bisherigen Schulleiter nur ungern gehen lasse, viele hoben hervor, wie positiv sich die Schule unter seiner Leitung entwickelt habe, ja sogar - entgegen dem demographischen Trend - gewachsen sei. Das achtköpfige Schulleitungsteam überreichte seinem scheidenden Chef, einem passionierten Ruderer, acht Ruderblätter mit den eingebrannten Anfangsbuchstaben der Charakteristika, die für ihn typisch sind. Seine Eigenschaften Disziplin, Energie, Großzügigkeit, Identifikation mit der Schule, Tatkraft, Pflichtgefühl sowie Verantwortung und Verlässlichkeit wurden dabei in kurzen Episoden erläutert. Zwar gebe Herr Ferenszkiewicz nun "das Ruder ab", so Nico Blaurock, beruhigend sei allerdings die Tatsache, dass man die Schule bei der Stellvertretenden Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker auch in der Zukunft in guten Händen wisse.

Die ausgesprochen kurzweilige Feier bestand natürlich nicht nur aus Reden und Grußworten. So stellte die Theatergruppe um Florian Köhler, einem Schüler der Oberstufe, den Schulleiter aus einer ganz anderen Perspektive dar. Unter dem Titel "Achtung: Herr Ferenszkiewicz!" zeigten sie in einer erfrischend gespielten und pointiert inszenierten Reihe von Sketchen, wie es so manch einem Schüler mit Herrn Ferenszkiewicz erging, zum Beispiel, wenn er von ihm beim Rauchen oder Zuspätkommen erwischt wurde oder aber wagte, um "Hitzefrei" zu bitten. Für optische Akzente bei der Feier sorgte außerdem ein Auftritt der Tanz-AG unter Leitung von Sportlehrerin Silvia Schalk, die gerade fertig gestellte künstlerische Gestaltung der Aula unter Federführung von Kunstlehrerin Ulrike Hoffmann sowie die sogenannten (Umbau-)"Pausenfüller" des Kurses Darstellendes Spiel, geleitet von Deutschlehrerin Tina Barth.

Was wäre eine Feier ohne musikalische Beiträge? Auch in diesem Bereich wurde den Anwesenden ein Querschnitt der vielfältigen Aktivitäten der Schule geboten. Den ausgesprochen feierlichen Anfang machte das Schulorchester unter Andrea Baaske und Josef Riedl, u.a. mit dem beziehungsreichen Titel "One moment in time". Fast alle weiteren Musikgruppen wurden von Musiklehrerin Teresa Wölkner betreut oder geleitet, so die beiden Arbeitsgemeinschaften "Showtime" und "Popsongs" mit ihren stimmungsvollen Beiträgen. Wölkner selbst begleitete an der Harfe und Musiklehrerin Andrea Baaske mit der Querflöte die Oberstufenschülerinnen Tanja Volkenand und Marie-Helen Blank bei ihrer lyrisch-einfühlsamen Rezitation eines Gedichtes von Eichendorff. Ein Gesangstrio bestehend aus Sophie Herold, Maria Schäfer und Emily Sieler (Klasse 6G1) präsentierten profihaft zwei Songs, passend zum Anlass etwa das Lied "Nie vergessen" mit den Zeilen "Ich wünscht', es wär' noch nicht vorbei - unsere schöne Zeit."
Für Beifallsstürme sorgte ein gekonnt vorgetragener Sprechgesang eines von Wölkner geleiteten Vokalensembles aus der Lehrerschaft. Passend zu einem der von Ferenszkiewicz vertretenen Unterrichtsfächer trug er den Titel "Der pythagoräische Lehrsatz."
Gegen Ende der Feier bedankte sich die Hauptperson bei allen Weggefährten und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, u.a. mit den Worten von Isaac Newton: "Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten gestanden habe."
Den letzten auf dem Programm ausgedruckten Beitrag lieferte Pfarrer Dr. Thorsten Waap mit seinem amüsanten Lied "Schokolade", gefolgt von einer letzten Überraschung des Lehrerchors für den nun ehemaligen Chef. In dem von Teresa Wölkner arrangierten Frank Sinatra-Klassiker "My way" verabschiedeten sich die Kollegen von Gerhard Ferenszkiewicz mit einem abschließenden "You did it your way!" (Fin)



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