Deutsch-französische Begegnung an der Werratalschule
Den Bericht über den Schüleraustausch an der Werratalschule Heringen im Schuljahr 2012/2013 verfasste Marina Trümper, eine am Austausch beteiligte Schülerin

Vom 15. April bis 19. April 2013 bekamen acht Schülerinnen und ein Schüler der Einführungsphase an der WTS Besuch von neun französischen Austauschschülern/-schülerinnen der Partnerstadt Rombas, welche in Lothringen an der deutsch-französischen Grenze liegt.
Am Montagnachmittag war es soweit: Der Bus aus Frankreich fuhr auf den Schulparkplatz und wir konnten unsere Austauschschüler/-innen begrüßen und mit ihnen nach Hause fahren. Am ersten Abend trafen sich einige Teilnehmer des Austausches mit ihren Austauschpartnern bei mir zu Hause und wir haben uns draußen zusammengesetzt und ein bisschen geredet und erste kleine Konversationsversuche unternommen.
Den Dienstagvor- und -nachmittag verbrachten die Franzosen mit ihren Lehrern und Frau Wölkner als Stadtführerin und Übersetzerin in Eisenach, wo sie die Wartburg besichtigten und sich das Bachhaus anschauten. Am späten Nachmittag ging eine kleine Gruppe von Deutschen und Franzosen gemeinsam ins Heringer Schwimmbad und die anderen unternahmen am Nachmittag/Abend mit ihren französischen Austauschpartnern etwas anderes oder kehrten nach Hause zurück.
Am Mittwoch begleiteten uns die französischen Gastschüler in den ersten zwei Schulstunden, um so einmal in den Unterricht hier bei uns in Deutschland hineinschnuppern zu können. Nach der ersten großen Pause führte Frau Wölkner die französische Gruppe mit deren Lehrern ins Kalimuseum, um die Geschichte des "weißen Goldes" und dessen Förderung in Heringen und Umgebung genauer kennenzulernen. In der zweiten großen Pause frühstückten alle zusammen in der Eingangshalle der Schule und machten sich dann gemeinsam mit Frau Schmidt als Übersetzerin für die französische Gruppe auf den Weg zum Kaliberg. Dort angekommen, empfing uns auch schon ein Mann, der uns auf den Kaliberg hinaufführte und der zweisprachigen Gruppe verschiedenes zu dieser speziellen Bergbauindustrie erklärte. Am Abend traf sich dann ein Großteil der Schüler, die am Austausch teilnahmen, mit ihren Austauschpartnern bei Sophie, um dort gemeinsam zu grillen.
Donnerstag fuhren Deutsche und Franzosen gemeinsam nach Fulda, um sich dort den Dom und die sich daneben befindliche Michaelskirche anzuschauen. Nach der gemeinsamen Besichtigung des Doms hatten Deutsche und Franzosen Zeit zur freien Verfügung in der Stadt und trafen sich nach etwa 2 Stunden an der Michaelskirche wieder, damit sich die Franzosen diese noch mit ihren Lehrern anschauen konnten. Auf der Rückfahrt machte die ganze Gruppe noch einen Halt am Grenzmuseum "Point Alpha", wo die französischen Schüler mit Lehrern und die deutschen Schüler mit Frau Wölkner jeweils getrennt voneinander eine Führung in deren Muttersprache bekamen. Nach der Ankunft an der Schule am Nachmittag fuhr jeder Austauschschüler mit seinem deutschen Austauschpartner nach Hause. Doch da dies der letzte Abend war, wollten wir uns alle in keiner Weise langweilen und so setzten wir den schon lang gefassten Plan, am letzten Abend alle gemeinsam bowlen zu gehen, in die Tat um. Es war eine gute Idee und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Nun war der Tag der Abreise für die Franzosen gekommen. Mit Koffern bepackt ging es am Freitagmorgen auf den Rückweg zur Schule und nach einem gemeinsam mit Frau Wölkner organisierten Frühstück für alle machten wir uns auf den Weg zum Bus der französischen Gruppe, der schon zur Abfahrt bereit stand. Dort verabschiedeten sich alle von ihrem jeweiligen Austauschpartner, winkten zum Abschied und riefen "Bis bald!", denn der Rückbesuch der deutschen Schüler und Schülerinnen soll nach nur vier Wochen, nämlich vom 13. bis 17. Mai erfolgen. (Fotos auf dem Monte Kali: Hans-Heinrich Hartmann; Foto im Klassenraum: Theo Rosenstock)


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