"Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache!"
(10. Akademieabend an der Werratalschule Heringen)

Mit diesem Zitat von Theodor Fontane begann Amit Singh den ersten Vortrag beim nunmehr zehnten Akademieabend der Werratalschule Heringen.
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beleuchteten das diesjährige Rahmenthema "Sprache" aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln und boten damit dem Publikum einen Einblick in die Arbeit diverser Oberstufenkurse. So beschäftigte sich Amit mit den Zusammenhängen von Sprache und Gehirn, z.B. mit der Spracherkennung, und konnte gewissermaßen als Fazit Fontane eindeutig zustimmen.
Aber es ging nicht nur um menschliche Verständigung an diesem Abend. Jessica Ray klärte über die Kommunikation der Wölfe und der Hunde auf und konnte Fontane ebenfalls bestätigen, indem sie deutlich machte, warum es sinnlos ist, als Hundehalter seinem vierbeinigen Freund wortreiche und komplexe sprachliche Anweisungen zu geben.
Cecila Focke und Anna-Maria Löffler führten in die interessante Sprache der Bienen ein und verdeutlichten, wie sie es bewerkstelligen, in ihren Tänzen den "Kolleginnen" mitzuteilen, wo sie welchen Nektar finden können.
Einen sehr ansprechenden, kreativen Vergleich von sprachlichen Phänomenen und chemischen Formeln, also gewissermaßen molekulare Wortspiele, hatte die Präsentation von Dominik Hujo und Maximilian Mohr zum Thema.
Nico Blaurock ging bei seinem englischsprachigen Vortrag der Frage nach, warum und wie die bisherige Hauptsprache der USA, nämlich Englisch, allmählich vom Spanischen verdrängt wird. Ihm zur Seite stand seine Mitschülerin Isabel Führer, die für die Aussprache seiner Beispiele aus dem Spanischen und der Mischsprache "Spanglish" zuständig war.
Und zum Abschluss befassten sich Pia Hornickel und Julia Fladung mit der heutigen Jugendsprache und stellten fest, dass Goethe wahrscheinlich gar nicht in die Klage über den damit verbundenen Kulturverfall in unserem Land eingestimmt hätte.
Schulleiter Gerhard Ferenszkiewicz bedankte sich bei den Vortragenden, den sie betreuenden Lehrkräften sowie bei Oberstudienrätin Hannelore Heymann, die die Gesamtorganisation des Vortragsabends innehatte. (Fin)

 



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