Die Werratalschule im Reich der Mitte

Nachdem die Schüleraustauschprogramme der Werratalschule mit Schulen in Watertown, WI in den USA sowie in Rombas/Frankreich bereits einige Jahre erfolgreich laufen, gab es in den diesjährigen Herbstferieneine Premiere: China.

Der gemeinsam mit der Schenklengsfelder Gesamtschule geplante Austausch startete am 13. Oktober 2012 für 15 Schülerinnen und Schüler, unsere Lehrer Frau Schmidt und Herr Hohlbein, die Vorbereitungskursleiterin Frau Wang sowie Herr Hofsommer, welcher in Schenklengsfeld unterrichtet, früh morgens gegen 6 Uhr am Bahnhof in Bad Hersfeld. Eineinhalb Stunden Zugfahrt später kamen wir am Frankfurter Flughafen an, von wo aus es über Abu Dhabi per Flugzeug Richtung Peking ging. Nachdem der erste Tag so im Flugzeug verstrich landeten wir am nächsten Morgen gegen 9 Uhr auf dem Pekinger Flughafen.

Dort erwartete uns bereits eine Lehrerin unserer Partnerschule, der Jiaozou Guanming Middle School, welche uns auf unserer dreitägigen Peking-Tour begleitete. Mit einem Reisebus ging es dann Richtung Hotel. Dort hieß es erstmal ankommen, wir hatten etwas Zeit um uns etwas auszuruhen, zu duschen. Nach einer Weile tauschten wir erstmal jeder 100,-€ in die Landeswährung, den Yuan (mit welchen ich mich, abgesehen von einer größeren Anschaffung, über die fast 2 Wochen problemlos gut versorgen konnte!). Einige Schüler fuhren dann gegen Abend noch mit den Lehrern in die Stadt, dort hieß es nach einem gemeinsamen Abendessen etwas die Shoppingmöglichkeiten zu begutachten. Echt toller Anblick bei Nacht!
Schon am zweiten Tag stand ein Highlight auf dem Plan: die chinesische Mauer.
Auch wenn der Anstieg über sehr steile Abschnitte und teilweise kaum zu erklimmende Treppenstufen recht mühsam war: der Ausblick ist einfach grandios.
Zurück in Peking ging es dann in den Olympiapark. Was dort alles nur für die olympischen Spiele geschaffen wurde ist atemberaubend. Water Cube, das "Vogelnest".. schade sehen zu müssen, dass so einiges schon wieder so langsam verkommt…
Tag 3: Die Verbotene Stadt, ehemalige Residenz der Herrscherfamilie und ein Tabu für die "normale" Bevölkerung und den Himmelstempel galt es heute zu besichtigen. Der erste Teil des Tages fiel leider wortwörtlich ins Wasser.. Regen.
Gegen Abend hatten wir dann nochmal kurz in der Stadt Zeit zum einkaufen, danach ging es auf zum Bahnhof: die Nachtzugfahrt nach Jiaozou rief!
Nach einer mehr oder weniger schlafend verbrachten Nacht im Vierbettabteil kamen wir gegen 5 Uhr an, unsere Austauschschüler erwarteten uns bereits mit Blumenkränzen. Die Familien wurden zugewiesen, wir hatten ein paar Stunden unsere Ruhe - dann ging es zum 1. Mal in die chinesische Schule:
Als erstes stand Kaligraphieunterricht auf dem Plan, wir lernten also, wie man chinesische Schriftzeichen korrekt zu Papier bringt. Dass die Lehrer einen gelegentlich ausgelacht haben hat nicht unbedingt die Motivation gesteigert..
Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung in den Familien. Ich für meinen Teil nutzte ihn zum schlafen..

Am nächsten Morgen stand die offizielle Begrüßungszeremonie auf dem Plan - ein kleiner Staatsempfang. Durch die professionelle Übersetzung durch Frau Wang waren die Reden auch für uns zu verstehen. ;-)
In den nächsten Tagen besuchten wir unter anderem eine Grundschule, in welcher die Kinder von der 1. Klasse an Englisch lernen, den Yuntaishan-Geopark mit wirklich atemberaubenden Bergformationen, Schluchten und Wasserfällen, zwei chinesische Unternehmen, kochten Dumplings, traditionelle Teigtaschen, mit den Austauschschülern - ...
... und besuchten natürlich den Unterricht in der Guanming Middle School, welcher extrem frontal in recht großen Klassen abläuft - für europäische Verhältnisse sehr gewöhnungsbedürftig:
In den nächsten Tagen besuchten wir unter anderem eine Grundschule, in welcher die Kinder von der 1. Klasse an Englisch lernen, den Yuntaishan-Geopark mit wirklich atemberaubenden Bergformationen, Schluchten und Wasserfällen, zwei chinesische Unternehmen, kochten Dumplings, traditionelle Teigtaschen, mit den Austauschschülern -
Zurück nach Peking ging es mit dem Schnellzug, ein letztes chinesisches Abendessen in der Stadt ehe es zum Flughafen ging..

Nach zwei langen Flügen begrüßte uns Frankfurt selbstverständlich standesgemäß mit Regen - am Abend fing es zu Hause noch zu schneien an. Minimale Umgewöhnung nach 2 Wochen bei 20-25°C..

Abschließend kann ich sagen, dass ich den Austausch als ein tolles Erlebnis im Gedächtnis behalten werde. Man bekam einen recht guten Einblick in die Mentalität der Leute, wir konnten in Peking viele berühmte Sehenswürdigkeiten erleben. Das Essen ist natürlich etwas ganz anderes als in Deutschland - ich hätte es persönlich aber, besonders in den Familien, noch "exotischer" erwartet. Auch wenn die Englischkenntnisse der Schüler nicht unbedingt ausgereift waren - man konnte sich verständigen. Die Familien gaben sich echt mühe, den Aufenthalt für uns angenehm zu gestalten! Ich für meinen Teil lernte viele nette Menschen kennen, erhielt einen interessanten Einblick in das chinesische Leben, konnte viele tolle Momente erleben, sowohl mit "den Chinesen" als auch mit unserer Gruppe - und freue mich auf den Gegenbesuch.

Nico Blaurock



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