Vamos a Barcelona - Die Q3 auf Tutorenfahrt

Ein Bericht von Johanna Heinz

Barcelona - eine Stadt für Kultur und Entspannung

Tres, dos, uno, cero….. endlich ging es los!

Am Freitag, dem 30.09.11 pünktlich gegen 19 Uhr fuhr der Reisebus in Richtung Barcelona an der WTS in Heringen ab. Und es sollte ganze 20 Stunden dauern, bis wir das Ortsschild dieser sehr spannenden, spanischen Stadt erreichten.

Am folgenden Samstag kamen wir somit gegen 15 Uhr im Hotel "Ronda Lesseps Barcelona" an, welches für die nächsten Tage unser Zuhause sein sollte. Nachdem die Einteilung der Zimmer über die Bühne gebracht war, machten wir uns nach einer kurzen Pause gegen 17 Uhr mit der U-Bahn auf den Weg in die Innenstadt. Dank Herrn und Frau Bachelier und ihren wertvollen Tipps und Erklärungen zum U-Bahn-Fahren kamen wir dort auch relativ gut an. Wir schauten uns "Las Ramblas" an und haben dort noch mit anderen Klassenkameraden gegessen. Dann ging es auch schon wieder zurück ins Hotel, wo wir uns von der strapaziösen und langen Fahrt erholten.
Viel Schlaf und Erholung war auch nötig, denn der Sonntag startete schon um 10 Uhr mit einer von Bacheliers geführten Stadtführung. Unter anderem sahen wir uns die Kathedrale von außen an, wobei das Highlight direkt davor auf uns wartete: Es galt, nach den Erklärungen von zwei älteren Männern, einen typisch katalanischen Tanz zu tanzen, was uns mehr oder weniger gut gelang. Anschließend konnten wir in einer Kirche noch dem Konzert eines Frankfurter Chores lauschen.
Den Nachmittag verbrachte ich dann noch mit einigen Klassenkameraden am Strand, wo eine Flugshow mit Düsenjets und einem Passagierflugzeug stattfand. Auf dem Weg zurück zum Hotel, trafen wir zufälligerweise Herrn Ingrisch, der in der Stadt unterwegs war……. er schien ein klein wenig genervt zu sein, uns dort zu sehen. Den Abend verbrachte ich dann gemütlich mit den Mädels auf unserem Hotelzimmer.
Die neue Woche begann am Montagmorgen mit einer Stadtrundfahrt per Bus, begleitet von einer Führerin. Sie konnte uns zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten die wichtigsten Informationen geben. Von außen sahen wir uns die "Sagrada Familia" an, über den "Parc Gu?ll" fuhren wir weiter zum Olympia Stadion. Vom "Montjuïc" aus konnten wir dann die tolle Aussicht über die gesamte Stadt inklusive Hafen genießen, zudem uns anschließend eine Seilbahn beförderte.
Zum krönenden Abschluss besichtigten wir noch das Fußballstadion des FC Barcelona. In einem dort integrierten Museum wurden uns die wichtigsten und größten Erfolge des Vereins aufgezeigt. Dieser ist wirklich "mes que un club". Nach so vielen Eindrücken verschiedenster Art und interessanten Geschichten verarbeiteten wir das Gesamte in geselliger Runde auf unserem Zimmer.
Am Dienstag durften wir dann erleben, wie es an einer Deutschen Schule mitten in Barcelona zugeht. Nach der Besichtigung fuhren wir zum Gebirge und Kloster "Montserrat", um letzteres auch genauer unter die Lupe zu nehmen. Wahnsinn, was für eine tolle Aussicht man von dort oben hat!
Das Benediktinerkloster "Santa Maria de Montserrat" steht auf dem gleichnamigen Gebirge, auf einer riesigen Höhe von genau 721m. Es entstand im späten Mittelalter, wurde allerdings um 1811 durch Napoleons Truppen zerstört. Mittlerweile ertönt heute täglich um 13 Uhr das Marienlied in der Klosterkirche, welche 1881 vom damaligen Papst zur "Basilica minor" ernannt wurde. In dem Kloster befindet sich ein Museum mit Ausstellungsstücken aus den Bereichen der Archäologie, Literatur und Gemäldekunst, die das Land Spanien prägen. In einer Bibliothek kommen Bücherfreunde bei über 200.000 Exemplaren dann auf ihre Kosten und können sich unter anderem in die Welt der mittelalterlichen Lieder zurückziehen. Zu erreichen ist "Montserrat" zum einen via Bus, mit einer Seilbahn und seit 2003 auch mit einer Zahnradbahn, die den Namen "Cremallera de Montserrat" trägt.
Eine besondere Erfahrung war das Beobachten der Pilger, die in dem Vorraum der Basilika den Segen von Gott empfingen.
Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg nach Sitges. Hier gönnten wir uns am Meer und Strand etwas Ruhe. Nach genügend Entspannung ging es zurück nach Barcelona, wo wir gemeinsam zu Abend aßen und den Tag ruhig ausklingen ließen.
Der Mittwoch stand uns dann zur freien Verfügung. Wir konnten in Kleingruppen den Tag also so gestalten, wie es uns am besten gefiel. Für mich hieß das "Shopping in Barcelona"…unter anderem ergatterte ich ein T-Shirt im Hard Rock Café. Als die Füße dann doch ein bisschen schmerzten, ging es ab an den Strand, um die Seele baumeln zu lassen. Der Hunger trieb uns jedoch von dort fort…und wir stillten ihn mit einem leckeren Döner made in Spain. Wieder vor dem Hotel angekommen, trafen wir Herrn Ingrisch und Bacheliers, mit denen wir uns noch ein bisschen witzelnd und spaßend unterhielten. Und was macht doch Herr Bachelier? Zieht tatsächlich sein T-Shirt aus und lässt sich so mit Patrick und Hannes fotografieren! ;-) Was für ein Erinnerungsfoto!
Und als hätte jemand an der Uhr gedreht, war es auch schon wieder Zeit, die Koffer zu packen. Der Donnerstag, unser letzter Tag, und somit der Tag, um noch für genügend Proviant für die Rückfahrt zu sorgen und auf den "Ramblas" Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu ersteigern. Ein letztes Mal noch das Essen in einem McDonalds in Barcelona genießen. Natürlich musste dort noch ein Negativerlebnis passieren…der Diebstahl von Annikas Handtasche. Noch unheimlicher war jedoch, dass ich direkt neben ihr stand und von dem Geschehen überhaupt nichts mitbekommen habe. Da waren wohl echte Profis am Werk!
Trotz alledem stand unser Bus um 13:30Uhr zur Abfahrt gen Heimat bereit. Die Rückfahrt dauerte erstaunlicherweise "nur" 18 Stunden, so dass wir am Freitagmorgen total erschöpft und müde in Heringen ankamen.
Rückblickend war die letzte Klassenfahrt nach Barcelona wirklich toll. Der Mix aus dem Erleben von Kultur auf der einen Seite und Relaxen am Strand auf der anderen Seite macht die spanische Stadt zu einer perfekten Mischung. Hinzu kommen die vielen Möglichkeiten etwas zu unternehmen, wobei alte oder neue Freundschaften unter uns Klassenkameraden aufblühen konnten. Mindestens genauso schön war es, auch die Lehrer einmal von einer anderen, privaten Seite kennen zu lernen. Ich kann jetzt also schon sagen, dass ich unbedingt mal wieder nach Barcelona möchte!
Unser Abi-Jahrgang vor der Deutschen Schule Barcelona (DSB)
Dass auch die Lehrer auf ihre Kosten kamen und sich gut amüsierten, zeigt das folgende Bild:
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