Abenteuer in Kanada

Über die Lesung des Autors Wolfgang Bittner an der Werratalschule Heringen am 23. November berichten EMILY ZABA UND MARIE-CHANTAL KNY AUS DER KLASSE 6G1

Am 23. November war der Autor Wolfgang Bittner an unserer Schule zu Gast. Er stellte den sechsten Klassen sein Buch "Flucht nach Kanada" vor.

Zunächst stellen wir den Autor vor.
Er wurde 1941 in Polen geboren und hat drei Kinder, die schon erwachsen sind.
Früher arbeitete er als Rechtsanwalt, er schreibt aber schon seit seiner Kindheit sehr gerne und entwickelte im Laufe der Zeit eine Leidenschaft fürs Bücherschreiben. Ein weiterer Grund für den Wechsel seines Berufes war, dass es ihm nicht mehr gefiel, sich überwiegend mit den Schattenseiten unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Er hat schon viele Länder gesehen. Im letzten Jahr reiste er nach Neuseeland und in das südafrikanische Land Benin. Die meiste Zeit verbrachte er jedoch in Kanada. Schon 16 Mal reiste er in dieses wunderschöne Land, welches überwiegend aus unberührter Natur besteht und flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde ist. Die längste Zeit, die er dort verbrachte, war ein Vierteljahr. Fünf seiner Romane spielen dort.

Anschließend erzählte er uns, wie er im Norden Kanadas lebte.
Einen Sommer lang war er mit dem Kanu durchs Land gefahren und hatte sich von Pflanzen und Tieren aus der Natur ernährt. Einmal hatte er mit einem Indianer Lachse gefischt.
Außerdem erzählte er uns von einem seiner gefährlichsten Erlebnisse. Ein Grizzlybär, der so groß wie die Höhe eines Raumes ist, wenn er sich aufbäumt, hatte in einer Nacht sein Zelt, in dem er schlief, zerstört. Als er die großen Zähne des Bären sah, bekam er Todesangst. Wie durch ein Wunder verschwand das Tier jedoch.
Trotz einiger abenteuerlicher Erlebnisse hat er die Ruhe und die Einsamkeit dort sehr genossen. Obwohl Herr Bittner diese Lebensweise mag, macht er deutlich, dass das Leben in Deutschland trotzdem einige Vorzüge hat. In Kanada sprach er oft mit sich selbst, da ihm Gesprächspartner fehlten. Daraus schließt er, dass der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist, das andere Menschen zum Leben braucht.
Herr Bittner erklärte uns auch, wie seine Geschichten zustande kommen. Die Handlung entsteht in seinem Kopf und die Personen sind frei erfunden. Er lässt seine Geschichten allerdings an Orten, die er gut kennt, spielen. Er hob hervor, dass seine Romane besonders dadurch gekennzeichnet sind, dass sie realistische Figuren und Handlungen enthalten und seine Figuren nicht zaubern, fliegen, sich unsichtbar machen können, was die Figuren in modernen Abenteuerromanen heutzutage oft können.

In unserer Nachbesprechung im Deutschunterricht waren wir alle davon überzeugt, dass es Herrn Bittner gelungen ist, uns als Leser zu fesseln, was ihm höchstwahrscheinlich dadurch besonders gut gelungen ist, dass er die Schauplätze in seinen Romanen selbst kennt.
Das ist auch in seinem Kanadaroman "Flucht nach Kanada" der Fall. In dem Roman geht es um den 18-jährigen Frank, der die Schule abgebrochen hat und nun die ganze Zeit, genau wie der neue Freund seiner Mutter namens Oswald, zu Hause ist. Während eines Streites zwischen Oswald und ihm rastet Frank aus und schlägt Oswald zusammen. Frank möchte nicht mehr bei seiner Familie leben und flieht nach Kanada, wo sein Großvater lebt. Seine Mutter hat ihm erzählt, dass sein Großvater in der Wildnis Nordkanadas lebt. Angekommen in Kanada findet er einen Freund namens Kevin. Ob Frank seinen Großvater findet? Ob Frank wieder nach Hause zurückkehrt?
Wer wissen will, wie es weiter geht, sollte Wolfgang Bittners Buch " Flucht nach Kanada" unbedingt lesen.
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