Werratalschule bot Einblicke in Neuerungen und Altbewährtes

In seiner Eröffnungsrede zum Tag der offenen Tür am Samstag, dem 5. November, wies Direktor Gerhard Ferenszkiewicz auf viele Neuerungen an der Werratalschule hin. Bereits der frühere Termin und die Konzeption eben dieses Tages gehörten dazu. Man wolle den Eltern und ihren Kindern rechtzeitig vor der Entscheidung für eine weiterführende Schule möglichst umfassende und anschauliche Informationen bieten. Dabei möchte die Schule ihre pädagogischen Schwerpunkte vorstellen und vor allem auch Einblicke in die tägliche Unterrichtsarbeit ermöglichen. Aus diesem Grund gingen dem Tag drei klasseninterne Projekttage voraus, an denen die Lehrkräfte mit ihren Schülern und Schülerinnen schulfachgebundene Projekte durchführten.

Dies geschah ganz im Sinne der derzeitigen Schwerpunktsetzung der Werratalschule. Hierbei werden - entsprechend der Vorgaben des Kultusministeriums - die Jugendlichen im selbstständigen Lernen geschult, ihre individuellen Fähigkeiten aufgegriffen und kompetenzorientiert weiterentwickelt. Auch die breite Fächerung der Berufsorientierung und das inzwischen stark ausgebaute Förderkonzept - beides für alle Schulzweige der Werratalschule - hob Ferenszkiewicz hervor.

Eine weitere Neuerung sprach Bürgermeister Hans Ries in seinen Grußworten an, nämlich die fortschreitenden Um- und Neubaumaßnahmen, die auch für die Besucher bereits beim Betreten des Schulgeländes gleich augenfällig geworden waren, erstrahlte doch das Hauptgebäude außen wie innen in hellen und warmen Farben. Zu der aufwändigen neuen Einrichtung von mehreren Computerräumen passt der von der Stadt angestrebte schnellere Internetzugang, der auch der Schule noch weitere Möglichkeiten für einen zeitgemäßen Unterricht bieten wird. Außerdem übergab der Bürgermeister großzügige Geldgeschenke an den Schulleiter wie auch an Dr. Jürgen Leimbach, den Vorsitzenden des Schulelternbeirates.

Die Eröffnung des Tages wurde von der Bläserklasse musikalisch umrahmt. Anschließend konnten die Eltern, Kinder, Großeltern hautnah erleben, wie praxisnah und selbstständig Mathematik, Physik, Chemie und Erdkunde gelernt wird, wie Bläser- und Forscherklasse "funktionieren" und dass heutiger Sportunterricht auch Erlebnisturnen, Team-Training und Wave-Board-Küren beinhaltet. Man konnte verfolgen, wie im Deutschunterricht im so genannten Stationenlernen Herbstgedichte erarbeitet und praktisch das Argumentieren gelernt wird. Man erfuhr, dass im Religionsunterricht durchaus auch moderne Rock- und Popmusik auf deren religiösen Gehalt untersucht wird. Im Englischunterricht lernte man im Rollenspiel von Fünftklässlern London kennen, erfuhr in einer Ausstellung und englischen Vorträgen durch Siebtklässler Interessantes über Schottland und erhielt in einer neunten Klasse Informationen über Australien. Es gab unterschiedlichste Präsentationen zur Berufsorientierung, zur Suchtprävention und anschauliche Entscheidungshilfen zur Wahl der zweiten Fremdsprache und vieles mehr.

Auch in der gymnasialen Oberstufe konnte man ein breites Angebot von Aktivitäten verfolgen. So wurden mündliche Abiturprüfungen in verschiedenen Fächern durchgespielt, multimedial die Hexenprozesse in der Geschichte ergründet, Literatur im darstellenden Spiel erarbeitet, die Zusammenhänge von Chemie und Geschichte erforscht.

Auch einzelne Arbeitsgemeinschaften der Schule stellten sich vor, so z.B. die USA-AG und die Schülerzeitung, die bereits mit einer Dokumentation der vorausgehenden Projekttage aufwartete.

Schließlich konnte man sich auch von den Schulleitungsmitgliedern aller Schulzweige (Förderstufe, Gymnasial-, Hauptschul- und Realschulzweig, gymnasiale Oberstufe) individuell beraten lassen und Fragen zum Übergang auf weiterführende Schulen nach dem 4. Schuljahr und nach dem 9. bzw. 10. Schuljahr oder zur Doppelqualifikation (Abitur plus Berufsabschluss im chemisch-technischen Bereich) erörtern.

Info-Stände des Schulvereins, der kombinierten Stadt- und Schulbücherei/Mediothek und von verschiedenen Schulbuchverlagen, ein selbst gedrehter Film der Schülervertretung sowie Führungen durch das Schulgelände ergänzten die Palette an Informationsmöglichkeiten.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten in altbewährter Weise mit Kaffee und Kuchen sowie Würstchen und Sandwiches u. a. der Elternbeirat und der Jahrgang der Abiturienten.

Immer wieder traf man beim Rundgang durch das Schulgelände auf Ehemalige, die sich der Schule immer noch verbunden fühlen und deren Veränderungen mit großem Interesse wahrnehmen.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage der Schule (www.werratalschule.de) sowie in der Schülerzeitung, genannt "SOWIESO", die um die Weihnachtszeit in der Schule und im örtlichen Buchhandel erworben werden kann. (Fin)

 



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