Stillgestanden…

Die Bundeswehr öffnete ihre Tore!

Der Besuch in der Knüllkaserne verlief - wie vieles bei der Bundeswehr - genau nach Plan:
Wir wurden - begleitet von Herrn Peters und Frau Börner - um halb 9 von einem BW-Bus abgeholt und trafen gegen halb 10 in Schwarzenborn ein. Dort wurden wir sofort vom Jugendoffizier, Hauptmann Anders, empfangen und herzlich begrüßt.
Er zeigte uns diverse Gebäude wie Sportanlagen, das Wachhaus, die Verwaltung und nicht zuletzt den Wald, in dem das Training der Soldaten stattfindet.
Dort hatten sie ein kleines Spiel für uns vorbereitet, bei dem wir einen getarnten Soldaten im Dickicht erkennen mussten. Ich persönlich habe ihn nicht gesehen.
Anschließend zeigte Hauptmann Anders uns das Freizeitgebäude, das ABC Schutzhaus (Übung mit Giftgas), den Schießsimulator und Bundeswehrfahrzeuge wie den ´´Fuchs´´ und den ´´Wiesel´´. Außerdem führte er uns zu den Übungshubschraubern, diversen Unterkünften und der Zahnarztpraxis.
Eine besondere Erfahrung war der direkte Besuch einer Stube. Dort befanden sich sechs Betten in einem kleinen Raum und die dazugehörigen Schränke. Wir durften auch mal in einen Schrank hineinsehen. Die Möblierung war sehr alt, aber zweckmäßig.
Anschließend bekamen wir ein kostenloses Mittagessen in der Mannschaftskantine. Zu meiner Überraschung war es nicht so schlecht, wie ich gedacht hatte.
Als Abschluss hatten wir noch eine interessante Diskussion im Kasino mit einem Marineoffizier aus Frankfurt. Wir bekamen die Ausrüstung eines Soldaten vorgestellt und diskutierten über den Einsatz in Afghanistan. Danach wurden wir vom Bus wieder abgeholt und waren gegen 15 Uhr in Heringen.

Insgesamt war der Aufenthalt in der Knüllkaserne sehr spannend, da wir viele neue Dinge erfuhren und das Leben bei der Bundeswehr kennenlernen durften. Mein Schluss daraus ist, dass die Bundeswehr nichts für mich persönlich ist, aber für viele eine große Chance sein kann, was erst durch diesen Besuch deutlich wurde.
Es war aber auf jeden Fall interessant und sehenswert und der Umgang mit den Soldaten nicht so streng, wie ich dachte. Ich habe viel gelernt und wünsche Hauptmann Anders, dass er von seinem bevorstehenden Afghanistaneinsatz wieder heil nach Hause kommt.

Yvonne Welker (Eb) 17.06.2011

Dieser Besuch ist erst durch das besondere Engagement des für Nordhessen zuständigen Jugendoffiziers, Kapitänleutnant Tim Braun, zustande gekommen, "unterstützt" durch einen Brief, den die PoWi-Lehrer, Herr Bachelier und Herr Peters, an den Bundesminister der Verteidigung, Herrn Thomas de Maizière, geschickt hatten. Deshalb steht dieser hier zum Download bereit.

brief.pdf

 

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