"Es war die Lerche " - Schultheater in Heringen

Was wäre, wenn Romeo und Julia, das wohl bekannteste Liebespaar der Welt, in der bewussten Nacht in der Gruft der Capulets nicht gestorben wäre? Der israelische Schriftsteller Ephraim Kishon nahm sich der durch Shakespeare berühmt gewordenen Figuren an und ließ sie überleben. In seiner ironisch-zynischen Art thematisiert er in seinem Lustspiel den endlosen Streit eines Ehealltags um Geld, Abwasch und die Kardinalfrage: Liebst Du mich eigentlich noch? Und so ist der Ballettlehrer Romeo Montague mit dem typischen Nervenkostüm eines ganz normalen Ehemannes ausgestattet und seine liebliche Julia zur nörgelnden Hausfrau mutiert. Ihre 14jährige Tochter Lucretia macht ihr Familienleben mit ihrer Protesthaltung auch nicht eben angenehm. Auch andere Figuren aus dem Shakespeare-Stück treten auf, und der alte Dichterfürst erscheint sogar selbst und gewissermaßen gleich in zweifacher Ausfertigung auf der Bühne.
Mit diesem unterhaltsamen Stoff beschäftigte sich die Theater-AG der Werratalschule Heringen unter Regie ihrer Leiterin Marlies Knoth in den letzten Monaten. Zurzeit befindet sich die Schauspieltruppe - zusammen mit ihren Technikern und zwei musikalischen Ensembles - in der heißen Phase der Proben und fiebert auf die Premiere am Freitag, 28. Januar im Bürgerhaus der Stadt Heringen hin. Eine zweite Aufführung ist für Samstag, den 29. Januar geplant. Beide Aufführungen, zu denen die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist, beginnen um 19.30 Uhr. (fin)

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