Nein zu Hitler!

Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933-1945

Am Donnerstag, dem 09. September, hat der Jahrgang 13 die Ausstellung "Nein zu Hitler!" mit den Geschichtslehrern Herrn Ingrisch, Herrn Bachelier und Frau Wolf besucht, da dieses Thema auch im Unterricht bearbeitet wird.

Die Ausstellung "Nein zu Hitler!", in den Beruflichen Schulen in Bebra, erinnert 75 Jahre nach dem Verbot der SPD und der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften an deren Mitglieder, denen es selbst aus dem Exil und während der Verfolgung gelang, illegale Widerstandstrukturen aufzubauen und ihre politische Arbeit fortzusetzen.
Die Ausstellung zeigt auf 40 Tafeln mehr als 250 Exponate, von denen ein großer Teil aus den Beständen des Archivs der Friedrich-Ebert-Stiftung stammt. Sie bietet- nach zwei einführenden Tafeln, die Einblick in die frühzeitigen Warnungen von SPD und Gewerkschaften vor einer Auslieferung des Staates an Hitler und seine Partei geben- drei große Themenblöcke:
1. Unterdrückung von Sozialdemokratie und Freien Gewerkschaften nach dem 30. 1. 33
2. Die Formierung des Widerstands und die Rolle des Exils bis zum Kriegsbeginn
3. Widerstand und programmatische Diskussion im und nach dem Krieg

Im ersten Themenblock wird gezeigt, wie es der Führung der SPD relativ schnell gelang, aus dem Exil heraus, ein Widerstandsnetz vom Ausland her aufzubauen. Schwieriger gestaltete sich allerdings der Aufbau einer Widerstandsstruktur im Inland. Vor allem wegen der Terroraktionen im Frühjahr 1933, als eine ganze Schicht von Mandats- und Funktionsträgern ausgeschaltet wurde, die eigentlich als Basis des Widerstands vorgesehen war.

Im zweiten Themenblock werden anhand eines Beispiels einiger Inlandsgruppen typische Formen des sich entwickelnden und in Netzwerken festigenden sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstandes dargestellt. Es wurde versucht, typische Situationen zu zeigen, aber ebenso auf die Existenz regionaler oder milieubedingter Besonderheiten hinzuweisen.
Der dritte Themenblock beschäftigt sich mit dem wachsenden Widerstand in konservativen Kreisen. Es wurden Staatsstreichpläne von Leuten wie Beck oder Goerdeler entwickelt, an denen sich einzelne Sozialdemokraten und Gewerkschafter beteiligten. Auch die Lage der Flüchtlinge wird unter alltagsgeschichtlichen Gesichtspunkten gargestellt.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die Ausstellung auf "Biographische Portraits", die den Lebensweg einzelner Personen während der Geschichte des Widerstandes dokumentieren. Zwölf biographische Portraits spiegeln die Komplexität der Widerstands- und Verfolgungssituationen wider, unterstreichen aber auch die Bedeutung bewusst getroffener Entscheidungen der Einzelnen- vom Verteilen von Flugblättern bis hin zur bewussten Wahrnehmung der Chance, im Krieg die Fronten zu wechseln und Befreiungsbewegungen in den besetzten Ländern zu unterstützen.

Alles in allem also eine Ausstellung, die nicht nur an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Hitler-Diktatur erinnert, sondern auch die einzelnen Menschen zeigt, die sich mutig gegen die breite Masse und das Unterdrückerregime gestellt haben, obwohl sie Denunziation, Verfolgung, Verhaftung und Hinrichtung riskierten.
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