Fledermäusen auf der Spur
- Nächtliche Exkursion von Werratalschule und NABU -

Die Wetterbedingungen am Freitagabend vor Pfingsten waren ideal für die nächtliche Fledermausexkursion, zu der die Werratalschule Heringen und der Naturschutzbund (NABU) eingeladen hatten. Biologielehrer Martin Sieber hatte mit Marko König vom Nabu einen Fledermausexperten nach Heringen geholt, mit dessen anschaulicher Einführung in die Welt der Fledermäuse der Abend um 20:00 Uhr im Restaurant "Salzkristall" begann. Erwachsene wie Kinder waren gleichermaßen fasziniert von der computergestüzten Fotoshow über diese beeindruckenden Tiere, die neben den Flughunden die einzigen Säugetiere sind, die fliegen können. Viele Informationen über Ernährung, Behausung, Vermehrung, Winterschlaf, Artenvielfalt und vor allem ihre Orientierung nach dem Prinzip der Echopeilung bereiteten die anschließende Nachtwanderung der gut dreißig Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor - viele davon Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 7 der Werratalschule.
Nachdem auch noch einige Fledermausexponate begutachtet und Funde von Fledermauskot unter den schuleigenen Binoskopen untersucht worden waren, begab man sich auf eine Exkursion entlang der Werra Richtung Widdershausen. Inzwischen war es dunkel genug, um die Fledermäuse bei ihrer Jagd nach Nahrung aufzuspüren.
"Eine Wasserfledermaus verspeist pro Nacht zwischen 4000 und 5000 Stechmücken", erklärte König, "und nach den kalten Tagen müssten die Fledermäuse relativ ausgehungert sein. Ideale Bedingungen für Fledermausdetektive."
Ausgerüstet waren sie mit mehreren Fledermaus-Detektoren, die die hohen Frequenzen der imposanten Tiere sozusagen in für Menschenohren gut hörbare Klopf- und Knackgeräusche "übersetzen". Und tatsächlich, man wurde nicht enttäuscht, an vielerlei Stellen waren diese Geräusche zu hören. Zielsicher führte König die Gruppe immer wieder zu Uferstellen, an denen er mit einer starken Taschenlampe für alle sichtbar machte, wie z.B. die akustisch schon per Detektor georteten Wasserfledermäuse über die Werra flatterten.
Ganz gewiss konnten er und Sieber mit dieser nächtlichen Wanderung, die gegen 23:00 Uhr wieder am Ausgangspunkt zu Ende ging, viele neue Fledermausfans hinzugewinnen. (Fin)

Die Fotos zeigen
1) ein Fledermausexponat,
2) junge Forscher und Forscherinnen an den Binoskopen,
3) Marko König vom NABU, der die Handhabung des Fledermausdetektors erklärt; im Hintergrund Biologielehrer Martin Sieber von der WTS.

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