Ein Abend voller Entdeckungen

Miriam Maus, Schülerin aus dem Jahrgang 12, berichtet über den Akademieabend der Werratalschule Heringen

Am 26.02. war es mal wieder soweit: Der 7. Akademieabend stand vor der Tür, und alle waren wie jedes Jahr gespannt auf die Vorträge. Wieder gab es ein bestimmtes Thema, auf das sich die Referate bezogen. Die sieben fächerübergreifenden Präsentationen handelten von "Entdeckungen".
Zu Beginn begrüßte die Leiterin und Betreuerin des Akademieabends, Frau Heymann, die Gäste. Anna Sening und Tommy Sauer, beide aus dem Jahrgang 11, führten durch den Abend.
Die erste Präsentation "Willkommen im Nanokosmos" war von Jannic Komoß (Klassse 10R) sowie Robin Hiltrop und Tommy Sauer (beide Jahrgang 11) während der vorausgegangenen Projektwoche erarbeitet worden und wurde von Tommy Sauer für alle vorgetragen. Der Vortrag befasste sich mit einem unvorstellbaren kleinen Raum. Nano bedeutet Zwerg und mit dieser Entdeckung begann eine neue Epoche: das Nanozeitalter. Dieser "Nanokosmos" hat eigene Gesetze, jedoch steht die Entwicklung noch am Anfang.
Anschließend ging es um eine Entdeckung aus dem 20. Jahrhundert: "Die Kernspaltung - Eine Entdeckung mit mehreren Gesichtern". Hier gingen Torben Beck und Christopher Keßler (Chemie-LK des Jahrgangs 13) auf die Besonderheiten von Atomkraftwerken ein, während Lisa Kallenbach (PoWi-GK des Jahrgangs 12) besonders auf den ersten Atombombenabwurf am 6. August 1945 über Hiroshima berichtete. Hierzu gab es einen sehr ergreifenden Film, welcher das Elend und das ganze Ausmaß dieses Atombombenabwurfes zeigte. Um so ein Unglück zu vermeiden, gibt es inzwischen einen so genannten "Atomwaffensperrvertrag". Dieser hat 184 Mitglieder, die sich gegen Atomwaffen ausgesprochen haben. Indien, Israel, Nordkorea und Pakistan sind keine Mitgliedsstaaten. Zu Anfang wurden ein paar wichtige Daten zur Entdeckung der Atomkraft genannt. Die Atomkraft ist die CO?-neutralste Energiequelle, aber auch zugleich sehr gefährlich. Dies zeigte der Unfall im Atomkraftwerk in Tschernobyl im Jahr 1986. Noch heute kann man die Folgen sehen.
Es folgte eine Pause, in der Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 10R unter der Leitung von Frau Schalk kleine Häppchen und Getränke verkauften.
Nach der kleinen Erfrischung behandelte Lisa Stang (Jahrgang 13) ein Thema aus dem Biologie-GK, nämlich den "6. Sinn der Haie". Anders als beim Menschen, der fünf Sinne hat (Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und Schmecken), besitzt der Hai einen sechsten Sinn - einen Elektrosinn. Deshalb reagieren Haie verstärkt auf Magnetfelder. Lisa unterlegte ihren Beitrag mit viel Anschauungsmaterial und sorgte für einige Lacher:.
Es folgte "Leonardo da Vinci - Künstler, Forscher, Magier", ein Thema aus dem Biologie-LK, vorgetragen von Katharina Schank und Sarah Reissig (beide Jahrgang 12). Leonardo da Vinci war eines der letzten großen Universalgenies. Er beschäftigte sich mit fast allen Zweigen der Naturwissenschaften, wie zum Beispiel Technik und Anatomie. Dazu war er ein begnadeter Maler und Zeichner. Einen großen Teil seines Lebens widmete er sich jedoch der Anatomie und deren Erforschung. Eine Leidenschaft war das Sezieren von Leichen, um Organe und deren Verbindungen genau zu analysieren. Seine Erkenntnisse brachte er akkurat zu Papier. Sein Nachlass umfasst eine reichhaltige Sammlung an Zeichnungen, Skizzen, Aufzeichnungen und großartigen Malereien. Die bekanntesten sind wohl die "Mona Lisa", "Das letzte Abendmahl" und viele mehr.
Die Entdeckung des Nichtwissens" aus dem Deutsch-GK. In einer kurzen Zusammenfassung wurde Goethes Tragödie "Faust" dem Publikum vorgestellt, um dann auf des "Pudels Kern" zu kommen - nichts zu wissen trotz intensiver Studien. Enttäuscht von allen Wissenschaften, wendet sich Faust der Magie zu und schließt letztendlich den Pakt mit dem Teufel (Mephisto), denn er will wissen, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Trotz größter Anstrengung stellt er fest:
"Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor."


Im Anschluss bedankte sich Schulleiterin Frau Kolb bei Frau Heymann für ihr Engagement sowie bei allen Mitwirkenden für die interessanten Beiträge. Es war ein gelungener Abend, das fand auch das zahlreich erschienene Publikum.

 

zurück