Lernen in Deutschland - Junge Japaner gewannen an der Werratalschule erste Eindrücke vom Bildungswesen

Von Peter Lenz Heringen. Interessiert mustern die japanischen Jugendlichen die ausgelegten Titel in der Bücherei der Heringer Werratalschule, machen sich gegenseitig auf bestimmte Bücher aufmerksam. Frage an den nächststehenden jungen Mann: "Könnt ihr das schon lesen?" Der lächelt verschwörerisch und flüstert dann völlig akzentfrei: "Ich verstehe nur Bahnhof!"
Sieben Schülerinnen und Schüler aus Japan im Alter zwischen 16 und 18 Jahren waren gestern für einige Stunden zu Gast in der Heringer Gesamtschule, um einen ersten Eindruck vom deutschen Schulalltag zu gewinnen. Die jungen Leute wollen ein Jahr lang bei deutschen Gasteltern wohnen und die Schule an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort besuchen.
Youth for Understanding
Vermittelt hat dieses Jahr in Deutschland die internationale Organisation Youth for Understanding. In den vergangenen vier Wochen haben die jungen Japaner einen Orientierungs- und Sprachkurs im thüringischen Arnstadt absolviert, unter anderem mit vier Stunden Deutsch täglich.
   
Da in Thüringen erst gestern wieder der Unterricht nach den Sommerferien begann, habe man sich nach einer Schule in der Nachbarschaft umgesehen, in der schon wieder geregelte Verhältnisse herrschten und die Oberstufenunterricht anbiete, berichtete die begleitende Lehrerin Susanne Röska. Dabei fiel die Wahl auf die Werratalschule.
Studienleiterin Astrid Bachelier nahm gestern Morgen die japanischen Gäste und ihre Begleitung in Empfang und zeigte ihnen bei einem Rundgang die Besonderheiten der Werratalschule.
Mathe und Physik
Dann durften Yukari, Gaku, Chitose und ihre Mitschüler am Unterricht in verschiedenen Klassen teilnehmen. Besonders beliebte Fächer waren Physik und Mathematik.
Für sie noch ungewohnte Lektüre: Japanische Schülerinnen und Schüler gestern beim Rundgang in der Bücherei der Werratalschule. Hinten links ihr Lehrer Arata Takeda. Der Besuch in Heringen schloss einen vierwöchigen Orientierungs- und Sprachkurs ab. Foto: z
   
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