The same procedure as every year…. Assessment Center an der Werratalschule

Wer auf der Karriereleiter nach oben klettern will, der muss irgendwann seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Um diese zu testen, greifen Unternehmen immer mehr auf Assessment Center zurück.
Ein Assessment Center ist ein ein- bis dreitägiges Seminar mit ein bis zwölf Teilnehmern. Während dieser Zeit wird von den Führungskräften des Unternehmens beobachtet und beurteilt, was die Probanden in Gruppendiskussionen, Rollenspielen oder Präsentationen leisten.
Nach einem erfolgreichen schriftlichen Auswahlverfahren heißt es deshalb immer häufiger: "Daher möchten wir Sie zu einem Assessment Center in unserem Hause einladen."
Die Werratalschule bietet Schülern der Oberstufe seit Jahren an, sich auf eine solche Situation vorzubereiten.
In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit fand auch kürzlich wieder ein AC im Rahmen des berufsorientierenden Unterrichts statt. Jede(r) - des Jahrgangs 13 - konnte teilnehmen, jede(r) konnte zuschauen.
Die Teilnehmer/innen wurden von den Zuschauern sowie von einem Psychologen und einer Berufsberaterin der BA genauestens beobachtet.
Dabei kam es vor allem auf soziale Kompetenz (Verhalten in der Gruppe), kommunikative Fähigkeiten (Sprache, Wortschatz) und systematisches Denken und Handeln (Lösungsvorschläge, Präzision der Darstellung) an.
Die Aufgabe für die aktiven Teilnehmer/innen bestand in einer 30minütigen Diskussion zum Thema: Ein 6-monatiges Pflichtpraktikum für die gymnasiale Oberstufe? Dabei ging man von der fiktiven Situation aus, dass die Schüler/innen sich um einen realen Ausbildungsplatz bewerben und ihre Mitschüler/innen folglich ihre Konkurrenten darstellen.
In einer solchen Diskussion geht es vor allem um die aktive Teilnahme am Gespräch. Die Teilnehmer müssen unter- und miteinander kommunizieren, jeder muss auf sein Gegenüber eingehen, seine eigene Meinung vertreten und in jedem Fall einen sachlichen Ton bewahren. Hierbei gilt vor allem eines: Der Weg ist das Ziel!

Nach Ablauf der 30 Minuten kam die Auswertung: Die in Gruppen eingeteilten Zuschauer analysierten und bewerteten (konstruktiv) Verhalten, Argumentation, Sprache und Gesamteindruck der Teilnehmer, eine genauere Analyse der Stärken und Schwächen erfolgte anschließend in Einzelgesprächen mit dem Psychologen der BA.
Die Teilnehmer selbst betonten vor allem, dass sie viele neue Erkenntnisse über sich selbst gewonnen hätten, sowohl in der Diskussion als auch in den nachfolgenden Gesprächen mit Herrn Scheerer.
Jedoch kam keine richtige "Stresssituation" auf, da sich die Teilnehmer untereinander bereits (zu) gut kannten. Auch das Thema war nach ihrer Meinung unglücklich gewählt, da sie alle eine ähnliche Meinung hatten und somit eine abwechslungsreiche Diskussion mit Gegenargumenten nicht aufkam.
Deshalb wird das nächste AC in Bad Hersfeld stattfinden. Dort werden die Werratalschüler/innen mit Jugendlichen aus anderen Oberstufen zusammenkommen, so dass die "Echt-Situation" wenigstens vom Rahmen her gewährleistet sein wird.

Fazit: Die Assessment Center in Betrieben sind also um einiges schwerer, aber die Schüler der Jahrgänge 12 und 13 konnten hier - wie bereits in den vergangenen Jahren - erste Erfahrungen mit diesem Berufsauswahlverfahren machen, sowohl als Teilnehmer als auch als aktive Zuschauer.
Diese Erfahrungen helfen ihnen sehr bei ihren eigenen Bewerbungsverfahren, aber auch der Schule bei der Optimierung des BO Unterrichts.
Florian Strube, Torsten Schäfer (Jahrgang 13)

 

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