Mit Bewegung geht's besser

Vortrag zum Mitmachen an der Werratalschule

Einen interessanten, im wahrsten Sinne bewegenden Vortrag hielt der Pädagoge und AOK-Mitarbeiter Frank Schumacher-Henrich aus Kassel vor zahlreichen Eltern, Schülern und Lehrern der Werratalschule Heringen. Diese hatte im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Zukunftsforum WTS" dazu in ihre Aula eingeladen.
Der Referent legte schlüssig dar, welche Auswirkungen Bewegung auf Wahrnehmungs- und damit auch Lernfähigkeit hat. Immer wieder leitete er sein Publikum zu Bewegungsübungen an und sensibilisierte es für die Probleme, die zum Beispiel Kinder mit über- oder unterempfindlicher Taktilität (Tastsinn), mit unterentwickeltem Gefühl für ihren Körper oder mit mangelndem Gleichgewichtssinn haben. Während die Zuhörerschaft auf einem Bein stehend versuchte, Rechenaufgaben zu lösen, konnte sie nachempfinden, welchen erhöhten Konzentrationsaufwand Kinder mit Gleichgewichtsproblemen aufbringen müssen. Schumacher-Henrich demonstrierte in zahlreichen kombinierten Bewegungs- und Lernspielen, wie man hier gegensteuern kann.
Aber nicht nur Kindern mit ausgesprochenen Problemen tun Bewegung und Wahrnehmungsvielfalt gut. Der Referent erläutere zahlreiche positive Effekte von Bewegung, wie u.a. eine gesteigerte Durchblutung des Gehirns, die Aktivierung der Gehirnregionen und vermehrte Zufuhr von Sauerstoff. Er fasste zusammen: "Je mehr Sinnesorgane ich beim Lernen einsetze, um so besser verankert sich Gelerntes. Ich kann be-greifen, er-fassen, ver-stehen, ein-sehen."

Mit großer Freude erfuhr das mitwirkende Publikum am eigenen Körper, dass das Lernen interessanter und effektiver ist, wenn nicht nur der Kopf aktiv ist. (Fin)

 

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