Entwicklung einer neuen praxisorientierten Hauptschulkonzeption in verbundenen Haupt- und Realschulklassen

Die Arbeit in der Hauptschule vermittelt eine solide Allgemeinbildung und soll die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler stärken. Das Ziel ist die zeitgemäße Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt. Besonders das Fach Arbeitlehre macht in fächerübergreifenden Projekten und mit handlungsorientiertem Lernen den Ablauf moderner Arbeitsprozesse deutlich. Kontinuierliche Praxistage, freiwillige Betriebspraktika im Anschluss sowie Betriebserkundungen geben den Schülern eine wichtige Orientierung bei der Berufwahl. Der Bildungsgang Hauptschule führt nach bestandener Abschlussprüfung zum Hauptschulabschluss bzw. bei entsprechender Leistung (auch im Fach Englisch) zum qualifizierenden Hauptschulabschluss.

Die veränderte Arbeitsmarktsituation fordert insgesamt mehr praxisorientierte Bildung. Die enge Verzahnung von beruflichem und schulischem Lernen bietet für Schülerinnen und Schüler verbesserte Chancen für die Zukunft.

7. Schuljahr
Dieses Schuljahr führt die Schüler/innen schrittweise zum projektorientierten Arbeiten. Ihnen wird eine grundlegende Methodenkompetenz vermittelt. Unter den angestrebten Schlüsselqualifikationen wird besonderer Wert auf die Teamfähigkeit gelegt. Die Schülerinnen und Schüler wenden sich auch der außerschulischen Arbeitswelt mit Betriebserkundungen zu und laden Eltern und/oder Betriebe zum Vorstellen ihrer Berufe im Unterricht ein.
Der Wahlpflichtunterricht findet schulformübergreifend statt, sodass für Schülerinnen und Schüler eine große Wahlmöglichkeit entsteht. Angeboten werden drei Schwerpunkte: Naturwissenschaften (Biologie), Angewandte Informatik und praxisbezogenes Arbeiten.

8. Schuljahr
In der 8H wird ein kontinuierlicher Praxistag eingeführt. Er liegt immer am Dienstag. Die Betreuung erfolgt durch den Klassenlehrer, der auch die Fächer Al, WPU und PoWi in der Klasse 8H unterrichtet.
Der Praxistag wird durch 3 Al und 2 WPU Unterrichtsstunden abgedeckt:
Daraus ergeben sich 5 Wochenstunden für das Fach Arbeitslehre (AL).

9. Schuljahr
Auch im 9. Schuljahr werden Erfahrungen in der Arbeitswelt durch die Teilnahme an einem freiwilligen Betriebspraktikum von 2 oder 3 Wochen in den Sommer- bzw. Herbstferien gesammelt. Der Arbeitslehreunterricht hat als Schwerpunkt Angewandte Informatik. Eingebunden ist dabei auch die Berufsschule in Heimboldshausen, die montags in der 5. und 6. Stunde Bürokommunikation erteilt. Schwerpunkt sind die Abschlussprüfungen, die auch zum qualifizierenden Hauptschulabschluss führen. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler dabei mit einer zusätzlichen projektorientierten Vorbereitung von 3 Wochen für die schriftlichen Arbeiten im Frühjahr. Die Projektprüfungen finden im ersten Schulhalbjahr statt.

Artikel redaktionell gekürzt

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